Primä­res konge­ni­ta­les Glaukom

Trabekulektomie mit Mitomycin C ist eine geeignete Therapieoption

19. Januar 2022

RAWALPINDI (Bier­mann) – Die augmen­tier­te Trabe­ku­lek­to­mie mit Mito­my­cin C stellt ein geeig­ne­tes chir­ur­gi­sches Thera­pie­ver­fah­ren bei Kindern mit primä­rem konge­ni­ta­lem Glau­kom dar. Zusätz­lich können topi­sche antig­lau­kom­a­tö­se Thera­peu­ti­ka den Erfolg des Eingrif­fes verbes­sern. Dies berich­ten die Autoren einer aktu­el­len Studie aus Pakistan.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 42 Kinder (74 Augen; Durch­schnitts­al­ter 11,7 ± 8,5 Monate; 57,2% Jungen, 42,8% Mädchen) mit primä­rem konge­ni­ta­lem Glau­kom in ihre prospek­ti­ve Studie ein. Sie wurden mit einer primä­ren Trabe­ku­lek­to­mie und Mito­my­cin C behan­delt. Nach dem Eingriff beob­ach­te­ten die Studi­en­au­toren die Kinder ≥1 Jahr nach. Die Arbeits­grup­pe defi­nier­te den abso­lu­ten Erfolg der Trabe­ku­lek­to­mie als einen Augen­in­nen­druck (IOD) von ≤21mmHg ohne topisch einge­setz­te Antig­lau­kom­a­to­sa und den quali­fi­zier­ten Erfolg als IOD ≤21mmHg mit topi­scher Medi­ka­ti­on. Der chir­ur­gi­sche Erfolg wurde 1, 6 sowie 12 Monate post­ope­ra­tiv evaluiert.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass der mitt­le­re IOD post­ope­ra­tiv signi­fi­kant gerin­ger lag als präope­ra­tiv (p<0,0001). Die Glau­kom­spe­zia­lis­ten stell­ten des Weite­ren fest, dass der abso­lu­te Erfolg des Eingrif­fes nach 1 Monat bei 98,6%, nach 6 Mona­ten bei 50,0% und nach 12 Mona­ten bei 27% der Augen erreicht wurde. Der quali­fi­zier­te Erfolg wurde nach 1 Monat bei 1,4%, nach 6 Mona­ten bei 36,5% und nach 12 Mona­ten bei 48,6% der Augen beob­ach­tet. Die Gesamt­erfolgs­ra­te des Verfah­rens betrug nach 1 Monat 100%, verrin­ger­te sich jedoch nach 6 Mona­ten auf 86,5% sowie nach 12 Mona­ten auf 75,7%.

Darüber hinaus konsta­tier­ten die Ophthal­mo­lo­gen, dass der IOD bei 24,3% der Augen – auch mit zusätz­lich einge­setz­ter antig­lau­kom­a­tö­ser Medi­ka­ti­on – nicht kontrol­liert werden konnte, und somit als Thera­pie­ver­sa­gen defi­niert wurde.

Zu den post­ope­ra­ti­ven Kompli­ka­tio­nen zähl­ten eine flache Vorder­kam­mer (10,8%), eine aufge­ho­be­ne Vorder­kam­mer (1,3%) sowie eine Ader­haut­amo­tio (12%). Die Kompli­ka­tio­nen konn­ten weit­ge­hend konser­va­tiv behan­delt werden, wohin­ge­gen bei 6 Augen eine zusätz­li­che chir­ur­gi­sche Inter­ven­ti­on erfor­der­lich war.

(tt)

Autoren: Jabeen S et al.
Korrespondenz: Sorath Noorani; sorathnoorani@yahoo.com
Studie: Success Rate of Augmented Trabeculectomy in Primary Congenital Glaucoma
Quelle: J Pediatr Ophthalmol Strabismus 2021; Dec 20;1-8.
Web: dx.doi.org/10.3928/01913913-20211027-01

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