Presby-LASIK

Review liefert Hinweise zu Prinzipien, Planung und Outcomes

1. Februar 2021

BENGALURU (Bier­mann) – In einem Über­sichts­ar­ti­kel hat eine Arbeits­grup­pe aus Indien die Prin­zi­pi­en verschie­de­ner Presby-LASIK-Verfah­ren zusam­men­ge­fasst und gibt Hinwei­se zur Pati­en­ten­aus­wahl.

Im Allge­mei­nen vari­ier­ten die Outco­mes und die Pati­en­ten­zu­frie­den­heit nach Presby-LASIK-Verfah­ren mit dem Pati­en­ten­al­ter, dem Beruf, dem Ausmaß von Akti­vi­tä­ten mit erfor­der­li­cher guter Nahsicht und der Art des durch­ge­führ­ten Verfah­rens.

Häufi­ge Proble­me nach Presby-LASIK seien Blen­dungs­er­schei­nun­gen (Glare), Halos, Kontrast­ver­lust und eine Abnah­me des unkor­ri­gier­ten Fern­vi­sus (UDVA), schrei­ben die Autoren des Reviews. Dabei gingen aber die meis­ten dieser Sympto­me mit der Zeit zurück.

Es habe auch Versu­che mit Presby-LASIK bei pseu­do­pha­ken Pati­en­ten gege­ben, die gerne auf eine Brille verzich­ten möch­ten, berich­ten die Wissen­schaft­ler weiter. Für Pati­en­ten, die nach einer Presby-LASIK eine Kata­rak­t­ope­ra­ti­on benö­ti­gen, sei zwar in eini­gen Arbeit die IOL-Berech­nung beschrie­ben worden, doch müsse die Genau­ig­keit solcher Berech­nun­gen noch in größe­ren Kohor­ten unter­sucht werden.

Die veröf­fent­lich­ten Outco­mes zu den verschie­de­nen Presby-LASIK-Verfah­ren zusam­men­fas­send, schrei­ben die Autoren, dass Supra­cor haupt­säch­lich an Hyper­open unter­sucht worden sei: Die Outco­mes waren gut, wobei mit dem asym­me­tri­schen Verfah­ren offen­bar besse­re Ergeb­nis­se erzielt würden als mit dem symme­tri­schen. Die Autoren fanden nur eine Studie zu Supra­cor bei Myopen mit Mikro-Mono­vi­si­on; darin waren die Outco­mes gut. Die Custom-Q-Abla­ti­on sei eben­falls nur bei Hyper­open unter­sucht worden, mit guten Ergeb­nis­sen. Während mit Pres­by­MAX Symmetric besse­re Outco­mes bei Hyper­open und Emme­tro­pen erzielt worden seien, liefe­re Pres­by­MAX Hybrid besse­re Ergeb­nis­se bei Myopen als bei Hyper­open. Pres­by­ond LBV habe besse­re Outco­mes bei Emme­tro­pen und Myopen als bei Hyper­open erbracht.

Unab­hän­gig von dem geplan­ten Verfah­ren, so unter­strei­chen die Autoren des Reviews, sei eine sorg­fäl­ti­ge präope­ra­ti­ve Erhe­bung der Bedürf­nis­se der Pati­en­ten und eine ange­mes­se­ne Anpas­sung der Planung an die Mono­vi­si­ons­to­le­ranz der Pati­en­ten von größ­ter Bedeu­tung.

(ac)

Autoren: Shetty R et al.
Korrespondenz: Vaitheeswaran Ganesan Lalgudi; kanthjipmer@gmail.com
Studie: PresbyLASIK: A review of PresbyMAX, Supracor, and laser blended vision: Principles, planning, and outcomes.
Quelle: Indian J Ophthalmol 2020;68:2723-2731.
Web: dx.doi.org/10.4103/ijo.IJO_32_20

 

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