Poly­po­ida­le choro­ida­le Vaskulo­pa­thie und Einfluss der Lokalisation

Periphere und makuläre Formen stellen unterschiedliche Krankheitsentitäten dar

1. Juni 2022

BENGALURU (Bier­mann) – Die poly­po­ida­le choro­ida­le Vaskulo­pa­thie (PCV) – aus dem Formen­kreis der Pachy­cho­ro­ida­len Erkran­kun­gen – umfasst choro­ida­le Neovasku­la­ri­sa­tio­nen mit poly­pen­ähn­li­chen Aneu­rys­ma­ta inner­halb der Läsio­nen. Wie die Autoren einer aktu­el­len Veröf­fent­li­chung nun schrei­ben, unter­schei­det sich die maku­lä­re von der peri­phe­ren PCV in Bezug auf die Patho­ge­ne­se, die klini­schen und bild­ge­ben­den Befun­de sowie dem Anspre­chen auf eine Thera­pie. Aufgrund dessen mutma­ßen die Forschen­den, dass es sich hier­bei um 2 verschie­de­ne Erkran­kun­gen handelt.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 12 Pati­en­ten (15 Augen; mitt­le­res Alter 76,3±8,78 Jahre) mit peri­phe­rer und 20 Pati­en­ten (22 Augen; mitt­le­res Alter 69,1±8,64 Jahre) mit maku­lä­rer PCV  in ihre retro­spek­ti­ve Vergleichs­stu­die ein.

Die Diagno­se der peri­phe­ren bzw. maku­lä­ren PCV wurde vor Studi­en­be­ginn mithil­fe der Indo­zya­nin­grün-Angio­gra­phie aufgrund der poly­po­ida­len Forma­ti­on der Neovasku­la­ri­sa­tio­nen veri­fi­ziert. Die Arbeits­grup­pe analy­sier­te und verglich die Para­me­ter beider Grup­pen im Hinblick auf topo­gra­fi­sche Merk­ma­le, bild­ge­ben­de Befun­de sowie die klini­schen Verläufe.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass die mitt­le­re Sehschär­fe zu Studi­en­be­ginn bei den Pati­en­ten mit peri­phe­rer PCV 0,423±0,568 logMAR (dezi­mal 0,4) und bei den Pati­en­ten mit maku­lä­rer PCV 0,535±0,513 logMAR (dezi­mal 0,33) betrug (p=0,595). Des Weite­ren stell­ten die Exper­ten fest, dass es in der peri­phe­ren PCV-Gruppe oftmals zu einer subre­ti­na­len Blutung kam (n=10; 66%), während sich in der maku­lä­ren PCV-Gruppe häufig harte Exsu­da­te entwi­ckel­ten (n=4; 19,86%).

Darüber hinaus konsta­tier­ten die Ophthal­mo­lo­gen, dass sich die subfovea­le Dicke der Choro­idea bei peri­phe­rer PCV als gerin­ger erwies als dieje­ni­ge bei maku­lä­rer PCV (215,2 ±39,94 µm vs. 283,3 ±50,08 µm; p=0,001).

Zum Zeit­punkt der Abschluss­kon­trol­le beob­ach­te­te die Forschungs­grup­pe bei 13 der 15 Augen (13%) mit peri­phe­rer PCV im Vergleich zu 11 der 22 Augen (50%) mit maku­lä­rer PCV aktive Läsio­nen (p=0,035).

(tt)

Autoren: Venkatesh R et al.
Korrespondenz: Ramesh Venkatesh; vramesh80@yahoo.com
Studie: Peripheral and macular polypoidal choroidal vasculopathy: A retrospective comparative case series
Quelle: Eur J Ophthalmol 2022; May 9;11206721221100624.
Web: dx.doi.org/10.1177/11206721221100624

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