Poly­po­ida­le choro­ida­le Vaskulopathie

Photodynamische Therapie kombiniert mit Aflibercept zeigt synergistische Effekte

17. Februar 2022

PALERMO (Bier­mann) – Bei der poly­po­ida­len choro­ida­len Vaskulo­pa­thie (PCV) aus der Gruppe der Pachy­cho­ro­ida­len Erkran­kun­gen handelt es sich um choro­ida­le Neovasku­la­ri­sa­ti­ons­mem­bra­nen, die von Aneu­rys­ma­ta beglei­tet sind (synonym pachy­cho­ro­ida­le aneu­rys­ma­le Typ-1-CNV). Eine aktu­el­le Studie hat nun gezeigt, dass die Kombi­na­ti­ons­the­ra­pie aus Photo­dy­na­mi­scher Thera­pie (PDT) und Afli­ber­cept (AFL) zu syner­gis­ti­schen Erfol­gen führt. Laut den Autoren kontrol­liert der VEGF-Inhi­bi­tor die Gefäßle­cka­ge, während die PDT zu einer Okklu­si­on der aneu­rys­ma­len Gefäße führt und die choro­ida­le Konges­ti­on verringert.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 19 Patienten/19 Augen (Durch­schnitts­al­ter 65,5 Jahre) mit PCV in ihre Studie ein. Bei den Pati­en­ten erfolg­ten 3‑monatliche intra­vit­rea­le Injek­tio­nen mit Afli­ber­cept in Kombi­na­ti­on mit einer PDT, gefolgt von weite­ren Inter­ven­tio­nen im Pro-re-nata-Regime. Die mitt­le­re Anzahl an Injek­tio­nen betrug 4,6/Jahr.

Im Rahmen der 12-mona­ti­gen Nach­be­ob­ach­tungs­zeit über­prüf­te die Arbeits­grup­pe insbe­son­de­re die Sehschär­fe (VA) sowie mithil­fe der Swept-Source-OCT (SS-OCT) die klini­sche Akti­vi­tät der PCV.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass sich die Sehschär­fe signi­fi­kant von 0,35±0,25 logMAR zu Studi­en­be­ginn auf 0,2±0,2 logMAR nach 12 Mona­ten verbes­ser­te (p=0,005).

Ebenso stell­ten die Reti­no­lo­gen fest, dass sich der Prozent­satz an Augen mit intra­r­e­ti­na­ler Flüs­sig­keit von initi­al 52,6% auf 10,5% (p=0,12) sowie der mit subre­ti­na­ler Flüs­sig­keit von 89,5% auf 5,3% (p=0,0009) nach 12 Mona­ten reduzierte.

Glei­cher­ma­ßen vermin­der­te sich die zentra­le Retina- und die mitt­le­re Makula-Dicke von 258±39,6 µm auf 204,8±38,8 µm (p=0,04) sowie von 293,8±32,1 µm auf 248,1±29,6 µm (p=0,017).

Die Ophthal­mo­lo­gen beob­ach­te­ten eben­falls in Bezug auf die Ader­haut signi­fi­kan­te Erfol­ge. Die zentra­le Ader­haut­di­cke verrin­ger­te sich von 328,6±54,9 µm auf 289,8±44,6 µm (p=0,001), während die mitt­le­re Ader­haut­di­cke von 314,5±55,3 µm auf 287,9±47,6 µm (p=0,015) zum Zeit­punkt der letz­ten Kontrol­le nach 12 Mona­ten abnahm.

(tt)

Autoren: Vadalà M et al.
Korrespondenz: Maria Vadala; maria.vadala@unipa.it
Studie: Polypoidal choroidal vasculopathy in pachychoroid: combined treatment with photodynamic therapy and aflibercept
Quelle: Int Ophthalmol 2022; Jan 16 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s10792-021-02032-4

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