Photo­bio­mo­du­la­ti­on bei trocke­ner AMD

Funktionelle Erfolge stimmen hoffnungsvoll

23. November 2021

SÃO JOSÉ DO RIO (Bier­mann) – Bei der Photo­bio­mo­du­la­ti­on (PBM) handelt es sich um eine Behand­lung der trocke­nen AMD, bei der Licht mit einer bestimm­ten Wellen­län­ge einge­setzt wird, welches die Rege­ne­ra­ti­on der Netz­haut­zel­len anre­gen und die Sehleis­tung verbes­sern könnte.

Die Autoren einer aktu­el­len Studie haben nun erste Ergeb­nis­se mit der PBM-Tech­nik bei Pati­en­ten mit trocke­ner AMD veröf­fent­licht, und gezeigt, dass die Metho­de das Poten­zi­al besitzt, die Sehschär­fe und die Maku­la­pe­ri­me­trie zu verbes­sern, ohne signi­fi­kan­te Neben­wir­kun­gen zu verursachen.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 10 Pati­en­ten mit trocke­ner AMD in die Studie eine. Die Arbeits­grup­pe führte bei jedem Pati­en­ten 9 PBM-Sitzun­gen mit LED-Licht von 670 nm Wellen­län­ge (2 Zyklen von 50 mW/cm2 [4 J/cm2 pro Dosis für 88 Sekun­den]) durch.

Die Forschen­den vergli­chen das Studi­en­au­ge mit den Daten präope­ra­tiv und nach den 9 PBM-Sitzun­gen. Sie evalu­ier­ten den Visus, die Kontrast­emp­find­lich­keit und den Korrek­tur­be­reich der auto­ma­ti­schen Fundu­s­pe­ri­me­trie. Zusätz­lich beur­teil­ten sie die Netz­haut­funk­ti­on mittels der multi­fo­ka­len Elek­tro­re­ti­no­gra­phie (ERG), der OCT, der Fluo­res­zenz-Reti­no­gra­phie (FR) und der Auto­fluo­res­zenz (AF). Alle Unter­su­chun­gen wurden 1,4 und 16 Wochen nach der Thera­pie durch­ge­führt. Die Gruppe verwen­de­te für Verglei­che den Chi-Quadrat- und den Student-t-Test.

Der Visus verbes­ser­te sich signi­fi­kant von 1,1 auf 0,98 logMAR (p=0,01). Die Forscher ermit­tel­ten in der Gesichts­feld­un­ter­su­chung bei den Para­me­tern mitt­le­re Abwei­chung, Stan­dard­ab­wei­chung und Abwei­chungs­in­dex eine signi­fi­kan­te Verbes­se­rung von ‑12,6% auf ‑10,6%, von 10,54% auf 9,89% und von 56% auf 60% (p=0,02; p=0,03;p=0,02), Des Weite­ren stell­ten die Reti­no­lo­gen bei keinem Teil­neh­mer während des Follow-up Neben­wir­kun­gen fest oder Anoma­lien der OCT‑, ERG‑, FR- und AF-Befunde.

Die Autoren beto­nen abschlie­ßend, dass eine größe­re Anzahl an Pati­en­ten und eine länge­re Nach­be­ob­ach­tungs­zeit erfor­der­lich seien, um den Erfolg der PMB bei diesem Kollek­tiv weiter beur­tei­len zu können.

(tt)

Autoren: Siqueira RC et al.
Korrespondenz: Rubens Camargo Siqueira; siqueiraretina@gmail.com
Studie: Short-Term Results of Photobiomodulation Using Light-Emitting Diode Light of 670 nm in Eyes with Age-Related Macular Degeneration
Quelle: Photobiomodul Photomed Laser Surg 2021; Sep;39(9):581-586.
Web: dx.doi.org/10.1089/photob.2021.0005

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