Peri­me­trie bei Glau­kom­pa­ti­en­ten

Zeitsparende Vorteile des SITA-Faster-Algorithmus

16. September 2019

SYDNEY (Bier­mann) – Die Gesichts­feld­be­stim­mung mittels Swedish-Interactive-Thresholding-Algorithm(SITA)-Faster kann im Vergleich zum SITA-Stan­dard zu einer signi­fi­kan­ten Zeit­er­spar­nis führen, so das Ergeb­nis einer austra­li­schen prospek­ti­ven Quer­schnitts­stu­die.

Ein zufäl­lig ausge­wähl­tes Auge von 364 Proban­den (77 gesun­de, 178 mit Verdacht auf Glau­kom und 109 mit Glau­kom) wurde in der Studie sowohl mit SITA-Stan­dard als auch mit SITA-Faster auf dem Humphrey Field Analy­zer (HFA3) getes­tet. Die kumu­la­ti­ve Test­zeit wurde unter Verwen­dung jedes Algo­rith­mus vergli­chen, nach­dem verschie­de­ne Raten der Test­zu­ver­läs­sig­keit berück­sich­tigt worden waren.

Die Verwen­dung von SITA-Faster hatte eine höhere Rate an unzu­ver­läs­si­gen Ergeb­nis­sen (29,3%) als SITA-Stan­dard (7,7%, p<0,0001). Dies war haupt­säch­lich auf hohe falsch-posi­ti­ve Fehler­ra­ten sowie Seeding-Point-Fehler zurück­zu­füh­ren. Model-Test­zei­ten zeig­ten aber, dass mit SITA-Faster in kürze­rer Zeit eine größe­re Anzahl zuver­läs­si­ger Ergeb­nis­se erzielt werden konn­ten.

SITA-Faster führte zu höhe­ren Sensi­ti­vi­täts­wer­ten (durch­schnitt­lich 0,5 dB für Glau­kom­pa­ti­en­ten), die bei Vorlie­gen eines Gesichts­feld­ver­lusts (<19 dB) höher waren. Die Clus­ter­ana­ly­se ergab keine syste­ma­ti­schen Muster der Sensi­ti­vi­täts­un­ter­schie­de zwischen den Algo­rith­men.

Die Ergeb­nis­se zwischen den Algo­rith­men sind nicht direkt austausch­bar, insbe­son­de­re wenn ein Gesichts­feld­ver­lust unter 19 dB vorliegt. Klini­ker soll­ten falsch-posi­ti­ve Raten und Seeding-Point-Fehler als häufi­ge Fehler­quel­len bei SITA-Faster kennen, so die Studi­en­au­toren abschlie­ßend.

(isch)

Autoren: Phu J et al.
Korrespondenz: Jack Phu; jphu@cfeh.com.au
Studie: Clinical evaluation of SITA-Faster compared to SITA-Standard in normal subjects, glaucoma suspects and glaucoma patients
Quelle: Am J Ophthalmol 2019 Aug 2. pii: S0002-9394(19)30414-3.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2019.08.013

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