Pädia­tri­sche, nicht­in­fek­tiö­se Uveitis

Subtenon-Triamcinolon-Injektion stellt eine geeignete Therapieoption dar

7. März 2022

AURORA (Bier­mann) – Den Autoren einer aktu­el­len Studie zufol­ge ist die subte­nona­le Injek­ti­on von Triamci­no­lo­na­ce­tonid (STA) mit topi­scher Anäs­the­sie eine wirk­sa­me und gut verträg­li­che kurz­fris­ti­ge Behand­lung bei Kindern mit nicht­in­fek­tö­ser Uvei­tis (NIU).

Die US-ameri­ka­ni­schen Wissen­schaft­ler schlos­sen 30 Pati­en­ten (48 Augen; Durch­schnitts­al­ter 13,1 Jahre [Bereich 7–18 Jahre]) mit NIU in ihre retro­spek­ti­ve Studie ein, bei denen im Zeit­raum 2014 bis 2020 eine STA-Injek­ti­on (20 mg) im supero­tem­po­ra­len Quadran­ten mit Propa­ra­cain-Augen­trop­fen als Lokal­an­äs­the­ti­kum in der Augen­am­bu­lanz von 2 Schwer­punkt­kran­ken­häu­sern erfolgte.

Die Arbeits­grup­pe bewer­te­te Daten zur Wirk­sam­keit und Sicher­heit der Injek­ti­on in Bezug auf die Inflamma­ti­on (Vorder­kam­mer- oder Glas­kör­per­zel­len >0,5+ und/oder Maku­la­ö­dem mit zentra­ler Dicke ≥300 µm und/oder Papil­len­ödem und Rezi­div­ra­te) sowie zur Sehschär­fe und zu okulä­ren Kompli­ka­tio­nen (Anstieg des Augen­in­nen­dru­ckes [IOD] um >10 mmHg zum Ausgangs­wert oder IOD >30 mmHg und Kata­rakt­bil­dung). Die mitt­le­re Nach­be­ob­ach­tungs­zeit betrug 35,3 Monate.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass keine unmit­tel­ba­ren Kompli­ka­tio­nen nach dem Eingriff auftra­ten. Des Weite­ren beob­ach­te­ten die Uvei­tis-Spezia­lis­ten bei der post­ope­ra­ti­ven Kontrol­le nach 3 Mona­ten bei 41 der 48 Augen (85,4%) eine Verbes­se­rung der Entzün­dung (≥2 Grade oder Inak­ti­vi­tät), in 77,8% der Fälle eine Komplettre­mis­si­on eines vorbe­stehen­den Maku­la­ö­dems (14 von 18 Kindern [37,5%]) sowie eine signi­fi­kan­te Verbes­se­rung der Sehschär­fe (p≤0,007).

Bei 4 Augen (9,1%) kam es inner­halb von 1 Jahr (Median 4 Monate) zu einem Rezi­div. In 2 Fällen erfolg­te eine 2. STA-Injek­ti­on, wonach die NIU für >1 Jahr unter Kontrol­le blieb. Ein Pati­ent litt an einem binoku­la­ren Rezi­div und erreich­te eine Inflamma­ti­ons­kon­trol­le mit der zusätz­li­chen Thera­pie von topi­schen Corti­cos­te­ro­iden und syste­mi­schen Immunmodulatoren.

Darüber hinaus lag die Inzi­denz für okulä­re Hyper­ten­si­on nach 6 Mona­ten bei 12,5% (6 Augen) und es zeigte sich keine neu diagnos­ti­zier­te Kata­rakt­ent­wick­lung (Inzi­denz nach 1 Jahr 23,7%).

(tt)

Autoren: Jung JL et al.
Korrespondenz: Alan G Palestine; alan.palestine@cuanschutz.edu
Studie: Subtenon Triamcinolone Acetonide Injection with Topical Anesthesia in Pediatric Non-Infectious Uveitis
Quelle: Ophthalmol Ther 2022; Feb 18 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s40123-022-00480-4

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