OCT bei Keratokonus

Intraindividuelle Wiederholbarkeit und Korrelation zur visuellen Einschränkung

17. Mai 2019

ALICANTE (Bier­mann) – Sowohl beim Kera­to­ko­nus als auch bei gesun­den Augen kann mit dem MS-39 eine hohe Wieder­hol­bar­keit der Epithel­di­cken­mes­sung erreicht werden. Die Messun­gen können für die Unter­schei­dung zwischen Kera­to­ko­nus und gesun­den Augen von zusätz­li­chem Wert sein, schrei­ben die spani­schen Autoren einer Quer­schnitts­stu­die im Ameri­can Jour­nal of Ophthalmology.

Ziel der Studie war die Bewer­tung der intra­in­di­vi­du­el­len Wieder­hol­bar­keit der opti­schen Kohä­renz­to­mo­gra­phie der Vorder­ab­schnit­te (VA-OCT) in Kombi­na­ti­on mit der Placi­do-Schei­be MS-39 (CSO, Florenz, Itali­en) sowie die Korre­la­ti­on der Epithel­di­cken­mes­sun­gen und des Ausma­ßes der visu­el­len Einschrän­kung bei Keratokonus-Patienten.

Hierzu unter­such­ten die Ärzte insge­samt 167 Augen, von denen 107 von Kera­to­ko­nus-Pati­en­ten stamm­ten und 60 gesund waren. Es wurden drei aufein­an­der­fol­gen­de Epithel­di­cken­mes­sun­gen durch­ge­führt: zentral 3mm sowie nasal, tempo­ral, supe­ri­or und infe­ri­or bei 3–6mm und 6–8mm. Die Wieder­hol­bar­keit von Epithelin­di­zes inner­halb eines Pati­en­ten wurde bewer­tet und mit dem Grad des best­kor­ri­gier­ten Visus (BCVA) korreliert.

Es besteht eine signi­fi­kan­te Korre­la­ti­on zwischen den Epithel­di­cken­mes­sun­gen und dem BCVA, so das Ergeb­nis der Unter­su­chung. Der Inter­klas­sen­kor­re­la­ti­ons­ko­ef­fi­zi­ent betrug ≥0,90, was auf wieder­hol­ba­re Messun­gen sowohl bei Kera­to­ko­nus als auch bei gesun­den Augen hinweist. In der multi­va­ria­ten Analy­se waren die mit einem schlech­te­ren BCVA verbun­de­nen Epithelin­di­zes wie folgt: dünner 3mm zentral (p=0,04), dicker 8mm supe­ri­or (p<0,001) und dünner 8mm infe­ri­or (p<0,001). Die zentra­le Dicke von 3 mm nahm mit zuneh­men­der Kera­to­ko­nus-Einstu­fung ab (p=0,002). Das Supe­ri­or-Infe­ri­or-Verhält­nis bei 8mm stieg mit zuneh­men­der Kera­to­ko­nus-Einstu­fung signi­fi­kant an (p<0,001).

Multi­va­ria­te Analy­sen dünner 3mm zentral (R2=6,19%, p=0,04), größe­rem Supe­ri­or-Infe­ri­or-Verhält­nis 8 mm (R2=8,37%, p=0,004), größe­rem Supe­ri­or-Infe­ri­or-Verhält­nis 6 mm (R2=2,67%, p=0,02) und stei­ler K2 (R2=21,51%, p<0,001) waren mit einem Kera­to­ko­nus mit einer kombi­nier­ten Fläche unter der Kurve (AUC = area under the curve ) von 0,92 assoziiert.

(isch)

Autoren: Vega-Estrada A et al.
Korrespondenz: Vega-Estrada A; alfredovega@vissum.com
Studie: Corneal Epithelial Thickness Intrasubject Repeatability and its Relation With Visual Limitation in Keratoconus
Quelle: Am J Ophthalmol 2019;200:255–262.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2019.01.015

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