Offen­win­kel­glau­kom und tiefe Sklerektomie

Modifikation mit Ahmed-Naht führt zu besseren Ergebnissen

5. Juli 2022

KAIRO (Bier­mann) – Wie die Autoren einer aktu­el­len Arbeit berich­ten, führt bei einer nicht­pe­ne­trie­ren­den tiefen Sklerek­to­mie (NPDS) eine Matrat­zen­naht (mittels eines nicht resor­bier­ba­ren 10/0‑Nylonfadens), welche unter dem ober­fläch­li­chen Skleral­ap­pen plat­ziert wird und sich 1 mm über die Ränder des Lappens hinaus erstreckt (Sub-Flap-Ahmed-Naht), zu einer stär­ke­ren Abnah­me des Augen­in­nen­dru­ckes (IOD) und zu höhe­ren Erfolgs­ra­ten als bei einer konven­tio­nel­len NPDS.

In ihre prospek­ti­ve rando­mi­sier­te Kontroll­stu­die schlos­sen die Wissen­schaft­ler insge­samt 69 glau­kom­chir­ur­gisch-naive Pati­en­ten (103 Augen) mit Offen­win­kel­glau­kom ein, bei denen rando­mi­siert entwe­der eine modi­fi­zier­te NPDS mit der Ahmed-Naht erfolg­te (n=36; 52 Augen; Gruppe A) oder die konven­tio­nel­le NPDS durch­ge­führt wurde (n=33; 51 Augen; Gruppe B). Die Arbeits­grup­pe defi­nier­te den voll­stän­di­gen chir­ur­gi­schen Erfolg als einen IOD zwischen 6–18 mmHg ohne Einsatz von Antig­lau­kom­a­to­sa (AGM) und den quali­fi­zier­ten chir­ur­gi­schen Erfolg wie den voll­stän­di­gen mit topisch einge­setz­ten AGM. Die Nach­be­ob­ach­tungs­zeit betrug 12 Monate.

Die Forscher ermit­tel­ten in Gruppe A über den gesam­ten Studi­en­zeit­raum signi­fi­kant gerin­ge­re Werte des IOD im Vergleich zur Gruppe B: nach der 1. post­ope­ra­ti­ven Woche (7,3±2,1 vs. 9,2±1,9 mmHg; p=0,001), nach 3 Mona­ten (12,0±2,3 vs. 14,0±3,1 mmHg; p=0,001), nach 6 Mona­ten (12,6±2,7 vs. 14,8±2,9 mmHg; p=0,002), nach 9 Mona­ten (13,6±3,4 vs. 15,4±2,6 mmHg; p=0,027) sowie nach 12 Mona­ten (13,8±3,8 vs. 15,7±2,7 mmHg; p=0,029). Die Exper­ten stell­ten ebenso fest, dass der Prozent­satz an IOD-Reduk­ti­on nach 1 Jahr in Gruppe A signi­fi­kant höher lag als in Gruppe B (49±14,5% vs. 36,5±16,6%; p=0,006). Glei­cher­ma­ßen erreich­ten 81 % der Augen (42/52) in Gruppe A gegen­über 69% (35/51) in Gruppe B zur fina­len Kontrol­le einen voll­stän­di­gen chir­ur­gi­schen Erfolg. Zudem konsta­tier­ten die Ophthal­mo­lo­gen mithil­fe einer multi­va­ria­ten Regres­si­ons­ana­ly­se, dass ein nied­ri­ger IOD in der frühen post­ope­ra­ti­ven Phase mit besse­ren Ergeb­nis­sen nach 12 Mona­ten asso­zi­iert war.

(tt)

Autoren: Abdelrahman AM et al.
Korrespondenz: Lameece Moustafa Hassan; lameecemoustafa@kasralainy.edu.org
Studie: Non-penetrating deep sclerectomy with the sub flap (Ahmed's) suture: a 12-month comparative study
Quelle: Eye (Lond) 2022; May 31 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1038/s41433-022-02102-6

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