Offen­win­kel- und Pseu­do­ex­fo­li­a­ti­ons­glau­kom, okulä­re Hypertension

Studie präsentiert Ergebnisse nach kombinierter Goniotomie mit Phakoemulsifikation

15. Juli 2022

TEHERAN (Bier­mann)  Wie die Autoren einer aktu­el­len Veröf­fent­li­chung schrei­ben, verbes­sert eine konven­tio­nel­le Gonio­to­mie zusam­men mit einer Kata­rakt­ex­trak­ti­on die Fazi­li­tät des trabe­ku­lä­ren Kammer­was­ser­ab­flus­ses bei Pati­en­ten mit leich­ten bis mode­ra­ten Formen eines primä­ren Offen­win­kel (POWG)- bzw. eines Pseu­do­ex­fo­li­a­ti­ons­glau­koms (PXG) sowie einer okulä­ren Hyper­ten­si­on (OHT) ebenso wirk­sam wie die neue­ren modi­fi­zier­ten Goniotomie-Verfahren.

In ihre inter­ven­tio­nel­le Fall­stu­die schlos­sen die Wissen­schaft­ler 30 Pati­en­ten (32 Augen) mit frühem bis mittel­schwe­rem POWG, PXG oder OHT ein, bei denen in der Glau­kom­kli­nik des Farabi Eye Hospi­tals der Univer­si­tät von Tehe­ran (Iran) eine kombi­nier­te klas­si­sche Nadel-Gonio­to­mie zusam­men mit einer Phako­emul­si­fi­ka­ti­on durch­ge­führt wurden. Die Arbeits­grup­pe evalu­ier­te den Augen­in­nen­druck (IOD), die Anzahl einge­setz­ter Antig­lau­kom­a­to­sa (AGM) sowie demo­gra­fi­sche Merk­ma­le präope­ra­tiv sowie 1 Tag bzw. 1 Woche, 1 Monat, 3 Monate und 6 Monate post­ope­ra­tiv. Mithil­fe gene­ra­li­sier­ter Schätz­glei­chun­gen (gene­ra­li­zed esti­ma­ting equa­ti­on; [GEE]) vergli­chen die Forschen­den die IOD-Werte sowie die Anzahl an AGM zu verschie­de­nen Zeit­punk­ten. Zusätz­lich bestimm­ten sie mittels des Kaplan-Meier-Verfah­rens die Ereig­nis­ra­ten (Über­le­bens­sta­tus) der Augen.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass der mitt­le­re IOD zu Studi­en­be­ginn bei 21,8±4,6 mmHg mit einer durch­schnitt­li­chen Anzahl an 1,2±1,5 AGM lag. Des Weite­ren stell­ten die Exper­ten fest, dass sich der IOD und die Anzahl an AGM nach 3 Mona­ten auf 16,3±4,5 mmHg und 0,4±0,9 (Reduk­ti­on um 25,2% und 66,7%) und nach 6 Mona­ten auf 14,8±3,9 mmHg und 0,6±1,1 (Abnah­me um 32,1% und 50%) signi­fi­kant verrin­ger­ten (IOD beide p<0,001; AGM P=0,002 und p=0,048). Zudem beob­ach­te­ten die Glau­kom­spe­zia­lis­ten an uner­wünsch­ten post­ope­ra­ti­ven Ereig­nis­sen in 1 Fall ein Hyphä­ma (3,1%), in einem weite­ren Fall eine fibrö­se Inflamma­ti­on (3,1%) sowie bei 2 Augen eine verzo­ge­ne Pupil­le (6,3%).

(tt)

Autoren: Eslami Y et al.
Korrespondenz: Seyed Mehdi Tabatabaei; meh.tatabaei@gmail.com
Studie: Six-month outcomes of combined conventional needle goniotomy and phacoemulsification in eyes with early to moderate primary open-angle and pseudoexfoliation glaucoma and ocular hypertension
Quelle: Indian J Ophthalmol 2022; Jun;70(6):2030-2035.
Web: dx.doi.org/10.4103/ijo.IJO_2969_21

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