Normal­druck­glau­kom

Änderung der Makula-Interdigitationszone mit Glaukomprogression assoziiert

4. Mai 2020

SEOUL (Bier­mann) – In einer Studie aus Südko­rea vergli­chen Ophthal­mo­lo­gen die Inter­di­gi­ta­ti­ons­zo­ne (IZ, „inter­di­gi­ta­ti­on zone“) der Makula norma­ler Augen mit der IZ von Augen in verschie­de­nen Stadi­en eines Normal­druck­glau­koms. Ihre Ergeb­nis­se zeigen eine Reduk­ti­on des IZ-Bereichs in den Augen mit einem Normal­druck­glau­kom. Dabei war das Ausmaß der Reduk­ti­on posi­tiv mit der Schwe­re des Glau­koms asso­zi­iert. Wenn­gleich vorläu­fig, würden diese Ergeb­nis­se nahe­le­gen, dass Verän­de­run­gen in der äuße­ren Netz­haut­schicht im Rahmen einer Glau­kom­pro­gres­si­on auftre­ten können, so das Fazit der Autoren.

In ihrer Studie unter­such­ten die Korea­ner 42 norma­le Augen (Alter 56 ±5,4 Jahre), 45 Augen mit präpe­ri­me­tri­schem Glau­kom (Alter 59 ±6,9 Jahre), 51 Augen mit leich­tem bis mittel­schwe­rem Glau­kom (Alter 58 ±7,2 Jahre; mitt­le­rer Defekt [MD] –5,5 ±3,0 dB) und 50 Augen mit schwe­rem Glau­kom (Alter 59 ±6,9 Jahre; MD –15,1 ±5,4 dB). Bei allen Proban­den wurde eine hoch­auf­lö­sen­de Spec­tral-Domain-Opti­sche-Kohä­renz­to­mo­gra­phie (SD-OCT) durch­ge­führt, um 19 hori­zon­ta­le und 19 verti­ka­le B‑Scans der Makula über eine Länge von 9 mm zu erhal­ten. Das En-face-Bild des Scan-Bereichs wurde in 589 recht­ecki­ge Felder (Seiten­län­ge 375 µm) unter­teilt und die IZ-Posi­tio­nen auf den entspre­chen­den Bild­fel­dern markiert. Die IZ-Fläche wurde dann gemäß der Anzahl der Felder quan­ti­fi­ziert, die IZs unter den insge­samt 589 Feldern zeigten.

Der IZ-Bereich in den Augen mit schwe­rem Glau­kom war signi­fi­kant klei­ner als in den Augen mit leich­tem bis mittel­schwe­rem Glau­kom (28,99 ±7,88 mm² vs. 40,79 ±7,46 mm²; p<0,001). Bei leich­tem bis mittel­schwe­rem Glau­kom war der IZ-Bereich klei­ner als bei den Augen mit präpe­ri­me­tri­schem Glau­kom (40,79 ±7,46 mm² vs. 49,92 ± 8,10 mm²; p<0,001). Und bei den Augen mit präpe­ri­me­tri­schem Glau­kom war der IZ-Bereich klei­ner als bei norma­len Augen (49,92 ±8,10 mm² vs. 56,85 ±7,94 mm²; p<0,001). In den 146 Augen mit Normal­druck­glau­kom wurde eine statis­tisch signi­fi­kan­te Korre­la­ti­on zwischen dem IZ-Bereich und dem MD gefun­den (r=0,64; p<0,001).

(isch)

Autoren: Ha A et al.
Korrespondenz: Ki Ho Park; kihopark@snu.ac.kr
Studie: Interdigitation Zone Change According to Glaucoma-Stage Advancement
Quelle: Invest Ophthalmol Vis Sci 2020;61(4):20.
Web: https://doi.org/10.1167/iovs.61.4.20

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