Nicht­in­fek­tiö­ses uvei­ti­sches Makulaödem

Curcumin als Adjuvans zur Standardtherapie verbessert Visusergebnis

10. Februar 2022

GENUA (Bier­mann) – Wie die Autoren einer aktu­el­len Studie schrei­ben, kann Curcu­min in einer neuen oralen Formu­lie­rung mit einem hydro­phi­len Träger­stoff (CHC) bei Pati­en­ten mit einem akuten, nicht­in­fek­tiö­sen, uvei­ti­schen Maku­la­ö­dem (NIUME), als Adju­vans zu Corti­cos­te­ro­iden, die funk­tio­nel­len Ergeb­nis­se im Vergleich zur allei­ni­gen Corti­cos­te­ro­idthe­ra­pie verbessern.

In ihre mono­zen­tri­sche, prospek­ti­ve Beob­ach­tungs­stu­die schlos­sen die Wissen­schaft­ler im Zeit­raum Januar 2019 bis Mai 2020 26 Pati­en­ten (43 Augen) mit einem akuten NIUME ein. 11 Pati­en­ten wurden mit Corti­cos­te­ro­iden behan­delt (Kontroll­grup­pe) und 15 Pati­en­ten erhiel­ten zusätz­lich das CHC-Präpa­rat (CHC-Gruppe). Der Beob­ach­tungs­zeit­raum betrug 12 Monate. Die Arbeits­grup­pe legte als primä­re Endpunk­te die best­kor­ri­gier­te Sehschär­fe (BCVA) sowie die zentra­le Maku­la­di­cke (CMT) fest. Zusätz­lich bewer­te­te die Gruppe die fovea­le avasku­lä­re Zone (FAZ), den Augen­in­nen­druck (IOD) und das Sicherheitsprofil.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass sich die mitt­le­re BCVA in der CHC-Gruppe von 0,35 logMAR zu Studi­en­be­ginn (T0) auf 0,20 logMAR (p≤0,05) nach 6 Mona­ten (T6) und auf 0,19 logMAR (p≤0,01) nach 12 Mona­ten (T12) verbes­ser­te. Die mitt­le­re BCVA der Kontroll­grup­pe blieb im Studi­en­zeit­raum in etwa gleich.

Beim Vergleich beider Grup­pen stell­ten die Exper­ten fest, dass die Kontroll­grup­pe sowohl nach T6 (BCVA 0,37 logMAR; p≤0,01) als auch nach T12 (BCVA 0,4 logMAR; p≤0,01) eine signi­fi­kant schlech­te­re BCVA aufwies.

Demge­gen­über konsta­tier­ten die Reti­no­lo­gen, dass sich die CMT in der CHC-Gruppe von T0 (320 µm) auf T6 (278 µm; p≤0,05) und T12 (272 µm; p≤0,01) verrin­ger­te, während in der Kontroll­grup­pe ebenso eine in etwa ähnli­che signi­fi­kan­te Reduk­ti­on der CMT von T0 (308 µm) auf T6 (279 µm) sowie T12 (275 µm) vorlag. Es bestand kein signi­fi­kan­ter Unter­schied zwischen den Gruppen.

Darüber hinaus wiesen beide Grup­pen in den 12 Mona­ten keine signi­fi­kan­ten Verän­de­run­gen der FAZ oder des IOD im Vergleich zum Ausgangs­be­fund (p=0,928; p=0,078) auf. Uner­wünsch­te Ereig­nis­se wurden in keiner Gruppe beobachtet.

(tt)

Autoren: Allegri P et al.
Korrespondenz: Pia Allegri; pia.allegrie@hotmail.it
Studie: Clinical effectiveness of a new oral curcumin formulation in acute non-infectious uveitic macular edema: a 12-month observational study
Quelle: Eur Rev Med Pharmacol Sci 2022; Jan;26(1):46-53.
Web: dx.doi.org/10.26355/eurrev_202201_27746

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