Nicht­in­fek­tiö­se Uveitis

Adalimumab ist wirksam und sicher

19. Februar 2021

HIROSHIMA (Bier­mann)  Eine aktu­el­le Studie hat gezeigt, dass Adali­mum­ab als ein effek­ti­ves und siche­res Medi­ka­ment bei Pati­en­ten ist, die an einer nicht­in­fek­tiö­sen Uvei­tis leiden. Unter­schie­de in der Wirk­sam­keit könn­ten bei der Voigt-Koya­nagi-Harada-Erkran­kung, der Sympa­thi­schen Ophthal­mie und dem Morbus Behçet bestehen, so das Fazit der Autoren.

Die Forscher schlos­sen 48 Pati­en­ten in die mono­zen­tri­sche retro­spek­ti­ve Über­sichts­ar­beit ein, bei denen eine aktive nicht infek­tiö­se Uvei­tis bestand und die in Japan mit Adali­mum­ab behan­delt wurden.

Die Arbeits­grup­pe unter­such­te Verän­de­run­gen in der Thera­pie mit syste­mi­schen Immun­sup­pres­si­va, intrao­ku­la­re Entzün­dun­gen, die Sehschär­fe sowie die Rezidivrate.

Nach Beginn der Thera­pie mit Adali­mum­ab erhiel­ten >80% der Pati­en­ten nach ≥3 Mona­ten syste­mi­sche Korti­kos­te­ro­ide in einer Dosie­rung von ≤ 5 mg.

Die Ophthal­mo­lo­gen konn­ten eine anhal­ten­de Verbes­se­rung der intrao­ku­la­ren Inflamma­ti­on, der Rezi­div­ra­te und der Sehschär­fe fest­stel­len. Bei der Voigt-Koya­nagi-Harada-Erkran­kung und der Sympa­thi­schen Ophthal­mie war bei 71,4% der Pati­en­ten eine Kombi­na­ti­on aus Adali­mum­ab und Metho­trex­at erfor­der­lich, wohin­ge­gen nur 18,0% der Behçet-Pati­en­ten diese verstärk­te Thera­pie benö­tig­ten. Die Forschungs­grup­pe stell­te keine ernst­haf­ten Neben­wir­kun­gen bei dem Einsatz von Adali­mum­ab fest, die einen Thera­pie­ab­bruch erfor­dert hätten.

(tt)

Autoren: Hiyama T et al.
Korrespondenz: Yosuke Harada; yharada@hiroshima-u.ac.jp
Studie: Efficacy and Safety of Adalimumab Therapy for the Treatment of Non-infectious Uveitis: Efficacy comparison among Uveitis Aetiologies
Quelle: Ocul Immunol Inflamm 2021; Feb 9;1-8.
Web: dx.doi.org/10.1080/09273948.2020.1857791 

 

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