Nicht­in­fek­tiö­se ante­rio­re Uvei­tis bei HLA-B27-posi­ti­ver Spondyloarthropathie

Verringerte Immunglobuline und Komplementfaktoren sind prognostisch ungünstig

14. Dezember 2021

LA HABANA (Bier­mann) – Pati­en­ten mit nicht­in­fek­tiö­ser ante­rio­rer Uvei­tis, bei denen ein posi­ti­ves HLA-B27-Allel vorliegt und die an einer Spon­dy­loar­thro­pa­thie leiden, weisen ernied­rig­te Spie­gel an Immun­glo­bu­li­nen sowie Komple­ment­fak­to­ren 3 und 4 auf. Diese Konstel­la­ti­on könnte laut den Autoren einer aktu­el­len Studie zur Persis­tenz und zum schlech­te­ren klini­schen Verlauf der Erkran­kung beitragen.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 197 Pati­en­ten mit nicht­in­fek­tiö­ser, ante­rio­rer Uvei­tis in ihre Studie ein. Die Arbeits­grup­pe über­prüf­te mithil­fe der Turbi­di­me­trie die Serum­spie­gel von Immun­glo­bu­li­nen sowie von den Komple­ment­fak­to­ren 3 und 4. Des Weite­ren erhob die Gruppe die persön­li­che Anamne­se der Pati­en­ten, insbe­son­de­re in Bezug auf Immun­schwä­che, ophthal­mo­lo­gi­sche Kompli­ka­tio­nen, Arthr­al­gien, Spon­dy­loar­thro­pa­thien in der Fami­li­en­ana­mne­se sowie HLA-B27-Allele.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass eine fami­liä­re Spon­dy­loar­thro­pa­thie, axiale Arthr­al­gien und ophthal­mo­lo­gi­sche Kompli­ka­tio­nen häufi­ger bei HLA-B27-posi­ti­ven Pati­en­ten (p=0,0005; p≤0,0001; p≤0,0001) sowie bei Pati­en­ten mit diagnos­ti­zier­ter Spon­dy­loar­thro­pa­thie (alle p≤0,001) auftra­ten. Eine anamnes­tisch voran­ge­gan­ge­ne, rezi­di­vie­ren­de Sepsis und gastro­in­tes­ti­na­le Erkran­kun­gen waren mit dem HLA-B27-Allel (p≤0,0001; p=0,0240) sowie mit der Diagno­se der Spon­dy­loar­thro­pa­thie (p=0,0492; p=0,0017) assoziiert.

Darüber hinaus beob­ach­te­ten die Uvei­tis­spe­zia­lis­ten einen Abfall von IgG (X2=18,5; OR 5,03; 95%-KI 2,32–10,89; p=0,0001) sowie von IgM (OR 7,13; 95%-KI 1,4–36,4; p=0,0128) bei Pati­en­ten mit posi­ti­vem HLA-B27-Allel und diagnos­ti­zier­ter Spon­dy­loar­thro­pa­thie (p=0,0364; p=0,0028). Ebenso zeigte sich eine Asso­zia­ti­on zwischen dem Abfall der Spie­gel der Komple­ment­fak­to­ren C3 (OR 4,82; 95%-KI 1,35–17,11;p=0,0328) sowie C4 (OR 9,09; 95%-KI 2,13–38,88; p=0,0074) und der Diagno­se der Spon­dy­loar­thro­pa­thie. Die Autoren führen diesen Abfall auf eine erhöh­te Krank­heits­ak­ti­vi­tät mit vermehr­tem Verbrauch zurück.

(tt)

Autoren: Torres Rives B et al.
Korrespondenz: Barbara Torres Rives; barbara.torres@infomed.sld.cn
Studie: Serum immunoglobulin levels, complement components 3 and 4, HLA-B27 allele and spondyloarthropathy in patients with non-infectious anterior uveites
Quelle: Reumatol Clin (Engl Ed) 2021; Dec;17(10):575-581.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.reumae.2020.07.007

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.