Nicht­ex­su­da­ti­ve Makuladegeneration

Bildgebende Biomarker für Progression sind prognostisch wertvoll

25. Oktober 2021

PITTSBURGH (Bier­mann)  Wie die Autoren einer aktu­el­len Studie schrei­ben, exis­tie­ren mehre­re bild­ge­ben­de Befun­de in der OCT, anhand derer die Wahr­schein­lich­keit einer Konver­si­on von einer nicht­ex­su­da­ti­ven AMD (neAMD) zu einer inkompletten/kompletten Atro­phie des reti­na­len Pigmen­t­epi­thels und der äuße­ren Netz­haut­schich­ten (iRORA/cRORA) bzw. zu einer neovasku­lä­ren AMD (nAMD) vorher­ge­sagt werden kann. Die Forscher beto­nen, dass von diesen Merk­ma­len der Drusen­kol­laps am stärks­ten mit der Progres­si­on zur iRORA/cRORA korre­liert und intra­r­e­ti­na­le hypo­re­flek­ti­ve Räume am prädik­tivs­ten für die Konver­si­on zur nAMD sind.

Die Wissen­schaft­ler über­prüf­ten im Rahmen ihres retro­spek­ti­ven Reviews medi­zi­ni­sche Aufzeich­nun­gen zu 88 Pati­en­ten (107 Augen) mit neAMD, bei denen ≥4 Jahre in Folge (Bereich 50–94 Monate) in 2 akade­mi­schen Einrich­tun­gen jähr­li­che OCT-Unter­su­chun­gen erfolg­ten. Die Arbeits­grup­pe erhob die demo­gra­fi­schen Daten, die Sehschär­fe, das AREDS-Stadi­um sowie die Befun­de der OCT, und kontrol­lier­te die OCT-Aufnah­men bei jeder Kontrol­le in Bezug auf 11 Befun­de, die bereits sepa­rat mit dem Fort­schrei­ten der neAMD asso­zi­iert waren. Ebenso wurden bei jeder Kontrol­le die Sehschär­fe und das Stadi­um der neAMD beur­teilt. Mithil­fe einer multi­va­ria­ten Regres­si­ons­ana­ly­se bestimm­te die Gruppe Prädik­to­ren für iRORA/cRORA sowie nAMD.

Die Reti­no­lo­gen ermit­tel­ten, dass während der Nach­be­ob­ach­tungs­zeit 17 Augen eine iRORA, 25 eine cRORA sowie 16 Augen eine nAMD entwickelten.

Darüber hinaus fanden sich als Prädik­to­ren für die Progres­si­on zur iRORA/cRORA die Inte­gri­tät der Membra­na limitans exter­na (p=0,02), der Ellip­so­iden Zone (p=0,01) sowie der Bande der Außen­seg­men­te der Zapfen (p=0,003), und weiter­hin intra­r­e­ti­na­le hypo­re­flek­ti­ve Räume (p=0,009), Drusen-Ooze (p=0,05) sowie Drusen-Kollaps (p=0,001).

Prädik­to­ren für eine Konver­si­on zur nAMD beinhal­te­ten einen Verlust der äuße­ren Körner­schicht (p=0,01), intra- (p=0,001) und subre­ti­na­le (p=0,005) hypo­re­flek­ti­ve Räume sowie Drusen-Kollaps (p=0,003).

(tt)

Autoren: Amarasekera S et al.
Korrespondenz: Jay Chhablani; jay.chhablani@gmail.com
Studie: Optical coherence tomography predictors of progression of non-exudative age-related macular degeneration to advanced atrophic and exudative disease
Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 2021; Oct 4 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s00417-021-05419-2

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