Netz­haut­schä­den

Okuläre Fußballtreffer bei Kindern immer ophthalmologisch abklären

13. November 2019

TEL AVIV (Bier­mann) – Stump­fe Trau­ma­ta durch Fußbäl­le bei Kindern können unab­hän­gig vom Vorhan­den­sein äuße­rer Verlet­zun­gen oder Augen­be­schwer­den zu erheb­li­chen Verlet­zun­gen des hinte­ren Segments führen. In allen Fällen ist eine gründ­li­che Augen­un­ter­su­chung erfor­der­lich, um bedroh­li­che Netz­haut­ver­let­zun­gen zu erken­nen, so das Fazit einer israe­li­schen Arbeitsgruppe.

Die Ärzte hatten zuvor Kran­ken­haus-Daten­ban­ken der Jahre 2007 bis 2017 retro­spek­tiv durch­sucht. Einge­schlos­sen wurden Fälle mit stump­fen Trau­ma­ta im Zusam­men­hang mit einem direk­ten okulä­ren Tref­fer eines Fußballs. Die Fälle wurden in zwei Grup­pen (nicht schwer­wie­gend und schwer­wie­gend) einge­teilt, basie­rend auf sicht­be­dro­hen­den Befun­den bei Vorstel­lung (wie Netz­haut­riss, Glas­kör­per­blu­tung, Netz­haut­ab­lö­sung oder Makulaödem).

Von 343 pädia­tri­schen Pati­en­ten mit rele­van­ten Diagno­sen wurden 14 Kinder wegen Verlet­zun­gen im Zusam­men­hang mit Fußball­trau­ma­ta behan­delt. Alle Pati­en­ten waren männ­lich im frühen bis mitt­le­ren Teen­ager­al­ter (14,3 ±2,1 Jahre). Der häufigs­te Fundus­be­fund war eine peri­phe­re Commo­tio reti­nae (n=13). Die Vertei­lung zwischen den beiden Grup­pen war gleich (jeweils 7). Zu den Netz­haut­ver­let­zun­gen in der schwe­ren Gruppe gehör­ten 3 Netz­haut­ris­se, 4 Glas­kör­per­blu­tun­gen, 1 Netz­haut­ab­lö­sung und 1 Maku­la­fora­men. 5 Pati­en­ten in dieser Gruppe zeig­ten eine Sehschär­fe von 20/25 oder besser. Die Häufig­keit äuße­rer Anzei­chen von Verlet­zun­gen war in beiden Grup­pen ähnlich.

(isch)

Autoren: Leshno A et al.
Korrespondenz: Ari Leshno; Goldschleger Eye Institute, Sheba Medical Center, Tel HaShomer, Israel
Studie: Pediatric retinal damage due to soccer-ball-related injury: Results from the last decade
Quelle: Eur J Ophthalmol 2019 Oct 15
Web: https://doi.org/10.1177/1120672119882332

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