Alters­ab­hän­gi­ge Makuladegeneration

Konsensus-Panel: Regelmäßige Überwachung des zweiten Auges

19. Februar 2020

SINGAPUR (Bier­mann) – Eine alters­ab­hän­gi­ge neovasku­lä­re Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on (nAMD) in einem Auge ist ein Haupt­ri­si­ko­fak­tor für die Entwick­lung einer Erkran­kung im zwei­ten Auge. Die häufi­ge Über­wa­chung des zwei­ten Auges bei Pati­en­ten mit einsei­ti­ger nAMD sei von entschei­den­der Bedeu­tung, um einen Sehver­lust zu verhin­dern und die Lebens­qua­li­tät zu erhal­ten, resü­mie­ren die Autoren in ihrer Veröf­fent­li­chung im Jour­nal „Retina“. Um eine opti­ma­le Früh­erken­nung zu gewähr­leis­ten, soll­ten die Pati­en­ten mit Diagno­se einer choro­ida­len Neovasku­la­ri­sa­ti­on alle 3 bis 4 Monate unter­sucht und aufge­for­dert werden, ihre Sehkraft auch zu Hause selbst zu über­wa­chen, so der Hinweis des inter­na­tio­na­len Autorenteams.

Auf der Grund­la­ge einer Lite­ra­tur­aus­wer­tung und eines Exper­ten­kon­sens bieten die Autoren in ihrem Beitrag einen Über­blick über Moda­li­tä­ten und Nutzen zur Über­wa­chung einer nAMD sowie des zwei­ten Auges. Anhand von Studi­en heben die Autoren die Bedeu­tung der Früh­erken­nung einer nAMD im zwei­ten Auge hervor, damit Eingrif­fe vorge­nom­men werden können, bevor ein signi­fi­kan­ter Sehver­lust auftritt. Es exis­tie­re eine Reihe von Tech­ni­ken zur Früh­erken­nung einer nAMD, einschließ­lich Chart-basier­ter Metho­den und bild­ge­ben­der Geräte. Die zuneh­men­de Verfüg­bar­keit von Metho­den zu Hause böte den Pati­en­ten zusätz­lich die Möglich­keit, ihre Sehkraft zu Hause zu überwachen.

(isch)

Autoren: Wong TY et al.
Korrespondenz: Tien Yin Wong; wong.tien.yin@snec.com.sg
Studie: Current concepts and modalities for monitoring the fellow eye in neovascular age-related macular degeneration: an expert panel consensus
Quelle: Retina 2020; Feb 4.
Web: https://doi.org/10.1097/IAE.0000000000002768

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