Multi­fo­ka­les Elek­tro­re­ti­no­gramm

Amplitudenminderung bei Netzhautfunktionsstörung bei Patienten mit Bluthochdruck

17. Juni 2020

KAIRO (Bier­mann) – Das multi­fo­ka­le Elek­tro­re­ti­no­gramm (mfERG) ist ein sensi­ti­ves, objek­ti­ves Instru­ment zur Beur­tei­lung einer Netz­haut­funk­ti­ons­stö­rung bei Pati­en­ten mit Blut­hoch­druck, so das Ergeb­nis einer ägyp­ti­schen Fall-Kontroll-Studie. Die mfERG-Ampli­tu­de sei ein viel­ver­spre­chen­der Prädik­tor für die frühe Entwick­lung einer Reti­no­pa­thie bei syste­mi­scher Hyper­to­nie, resü­mie­ren die Studi­en­au­toren.

In der Fall-Kontroll-Studie wurden 98 Augen einge­schlos­sen. 28 Augen gesun­der Proban­den dien­ten als Kontroll­grup­pe (Gruppe I). 70 Augen gehör­ten Pati­en­ten mit syste­mi­scher Hyper­to­nie, die in zwei Grup­pen einge­teilt wurden: Gruppe II mit 39 Augen von Blut­hoch­druck-Pati­en­ten mit norma­lem Fundus und Gruppe III mit 31 Augen von Pati­en­ten mit Anzei­chen einer hyper­ten­si­ven Reti­no­pa­thie. Alle Teil­neh­mer wurden einer voll­stän­di­gen ophthal­mo­lo­gi­schen und elek­tro­phy­sio­lo­gi­schen Unter­su­chung mit mfERG unter­zo­gen.

Im Vergleich zur Kontroll­grup­pe waren in der hyper­ten­si­ven Gruppe mit Reti­no­pa­thie die mfERG-Ampli­tu­den signi­fi­kant verrin­gert. Die N1-Ampli­tu­de war im exzen­trischs­ten Ring bei den Augen der Blut­hoch­druck-Pati­en­ten mit norma­lem Fundus signi­fi­kant verrin­gert.

(isch)

Autoren: Farouk AA et al.
Korrespondenz: Ayat Allah Farouk, Clinical Neurophysiology Unit, Kasr Al Ainy Hospital, Cairo University, Cairo, Egypt
Studie: Role of multifocal electroretinogram in assessment of early retinal dysfunction in hypertensive patients
Quelle: Eur J Ophthalmol 2020; 2020 Jun 12.
Web: https://doi.org/10.1177/1120672120934750

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