Multi­fo­ka­le maku­lä­re Neovasku­la­ri­sa­ti­on Typ‑3

Morphologie und Topographie unterscheiden sich von unifokaler Form

21. September 2021

WIEN (Bier­mann) – Eine multi­fo­ka­le maku­lä­re Neovasku­la­ri­sa­ti­on vom Typ‑3 (mMNV3), welche intra­r­e­ti­na­len Ursprungs ist, weist spezi­fi­sche morpho­lo­gi­sche und topo­gra­phi­sche Merk­ma­le auf. Mithil­fe der multi­moda­len Bild­ge­bung könne ein detail­lier­te­res Verständ­nis der Patho­mor­pho­lo­gie dieses Krank­heits­bil­des gewon­nen werden. Das schrei­ben die Verfas­ser einer aktu­el­len Studie aus Österreich.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 21 Pati­en­ten (22 Augen) mit mMNV3 in den Report‑4 der RAP-Studie auf, und unter­such­ten sie mithil­fe der multi­moda­len Bild­ge­bung. Die Arbeits­grup­pe beur­teil­te die Anzahl und das Stadi­um der Läsio­nen von allen mMNV3 sowie das Vorhan­den­sein von Exsu­da­ti­on und Hämor­rha­gie. Zusätz­lich bestimm­te sie die regio­na­le Vertei­lung der mMNV3 in der supe­ri­or-infe­rio­ren und der nasal-tempo­ra­len Hälfte der Makula sowie den Abstand der Läsio­nen zur zentra­len Fovea. Des Weite­ren iden­ti­fi­zier­te die Studi­en­grup­pe die Anzahl an zufüh­ren­den Gefä­ßen einschließ­lich der cili­re­ti­na­len Arterien.

Die Forscher ermit­tel­ten insge­samt 51 Läsio­nen. Davon wiesen 16 Augen (73%) 2 Läsio­nen, 5 Augen (23%) 3 sowie 1 Auge (4%) 4 Läsio­nen auf. Es fanden sich keine subpig­men­t­epi­the­lia­len (MNV1) oder subre­ti­na­len (MNV2) Läsionen.

Die Exper­ten stell­ten bei 15 Augen (68%) harte Exsu­da­te, bei 2 Augen (9%) subre­ti­na­le Exsu­da­ti­on sowie bei 16 Augen (73%) intra­r­e­ti­na­le Blutun­gen fest.

30 Läsio­nen (59%) lagen in der tempo­ra­len Hälfte der Makula und 21 (41%) nasal­wärts (p=0,07). Darüber hinaus zeigte sich 1 MNV3 (2%) < 500 µm von der Fovea entfernt, 49 (96%) zwischen 500 und 1500 µm sowie 1 MNV3 zwischen 1500 und 3000 µm zur Fovea gelegen.

Zudem fanden die Ophthal­mo­lo­gen heraus, dass die Läsio­nen bei 1 Auge (4%) von 1 Arte­rio­le, bei 16 Augen (73%) von 2 Arte­rio­len sowie bei 5 Augen (23%) von 3 Arte­rio­len versorgt wurden. Bei 5 Augen (23%) bestand eine cilio­re­ti­na­le Arte­rie, die als „feeding vessel“ fungierte.

(tt)

Autoren: Haj Najeeb B et al.
Korrespondenz: Bianca S Gerendas; bianca.gerendas@meduniwien.ac.at
Studie: The RAP study, report 4: morphological and topographical characteristics of multifocal macular neovascularization type 3
Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 2021; Aug 26 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s00417-021-05332-8

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