Morbus Base­dow

Hornhautdicke und Zustand der Augenoberfläche werden durch M. Basedow negativ beeinflusst

7. Juni 2022

ALMADA (Bier­mann) – Ein Morbus Base­dow (MB) hat nega­ti­ven Einfluss auf die okulä­re Ober­flä­che und die zentra­le Hornhautepitheldicke.
In einer Studie aus Almada wurden Pati­en­ten mit MB mit und ohne Orbi­topa­thie unter­sucht und mit einer Kontroll­grup­pe aus gesun­den, alters­ge­match­ten Pati­en­ten vergli­chen. Es wurden Sympto­me (Ocular Surface Dise­a­se Index Ques­ti­onn­aire) und klini­sche Zeichen (Schir­mer-Test, Tränen­film­auf­reiß­zeit) nach Vorga­ben des Inter­na­tio­na­len Dry Eye Work­shops II für das trocke­ne Auge analy­siert. Weiter­hin wurde eine Karte der zentra­len Horn­haut­di­cke (CET) angefertigt.

In die Studie wurden 24 Augen mit einem durch­schnitt­li­chen Pati­en­ten­al­ter von 41,00 +/- 13,65 Jahren in die Kontroll­grup­pe und 34 Pati­en­ten mit MB (davon 18 mit Orbi­topa­thie und 16 ohne Orbi­topa­thie) mit einem mitt­le­ren Pati­en­ten­al­ter von 44,44 +/- 13,95 bzw. 45,75 +/- 10,59 Jahren einge­schlos­sen. Alle Pati­en­ten mit Orbi­topa­thie wiesen eine klinisch inak­ti­ve Erkran­kung auf (durch­schnitt­li­cher Akti­vi­täts-Score 1,33 +/- 0,69). Pati­en­ten mit MB zeig­ten einen höhe­ren Anteil an klinisch diagnos­ti­zier­tem trocke­nem Auge bei Orbi­topa­thie im Vergleich zu Pati­en­ten ohne Orbi­topa­thie und der Kontroll­grup­pe (77,77% bzw. 75,00% bzw. 4,17%) mit höhe­rem OSDI (15,44 bzw. 15,06 bzw. 9,88) und gerin­ge­rer Tränen­film­auf­reiß­zeit (TFBUT; 6,33 s bzw. 7,25 s bzw. 11,63 s). Die supe­rio­re Horn­hau­t­epi­thel­di­cke war bei Pati­en­ten mit MB (P < 0.05) gerin­ger. Es erga­ben sich hier­bei keine Unter­schie­de zwischen Pati­en­ten mit und ohne Orbi­topah­tie (P > 0.05).

Ein höhe­res Level des trocke­nen Auges und der Ausdün­nung der Horn­haut war unab­hän­gig vom Status der Orbi­topa­thie. Eine subkli­ni­sche chro­ni­sche Inflamma­ti­on könne bei der Patho­ge­ne­se einer Tränen­film­pro­ble­ma­tik und der Stabi­li­tät der Augen­ober­flä­che eine Rolle spie­len, so die Autoren der Studie. (ak)

Autoren: Carreira A et al.
Korrespondenz: arcarreira_28@hotmail.com
Studie: Impact of Graves Disease on Ocular Surface and Corneal Epithelial Thickness in Patients With and Without Graves Orbitopathy
Quelle: Cornea. 2022 Apr 1;41(4):443-449.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002753

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