Mini-DMEK

Frühe Behandlung des akuten Hydrops bei Keratokonus

15. August 2019

KÖLN (Bier­mann) – Die Behand­lung des akuten Hydrops bei Kera­to­ko­nus stellt Augen­ärz­te vor größe­re Heraus­for­de­run­gen. In einer retro­spek­ti­ven Analy­se wurde der Verlauf bei 3 Pati­en­ten mit massi­vem cornea­len Hydrops bei akutem Kera­to­ko­nus und einer Behand­lung mittels Mini-Desce­met membra­ne endo­the­li­al kera­to­plas­ty (Mini-DMEK) unter­sucht.

Alle 3 Pati­en­ten (32±3 Jahre alt) zeig­ten eine schnel­le Verbes­se­rung des unkor­ri­gier­ten Visus von 1,66±0,46 logMAR auf 1,2±0,3 logMAR inner­halb von 6–8 Wochen post­ope­ra­tiv. Die Horn­haut­di­cke an der dicks­ten Stelle redu­zier­te sich von 1088±280 µm vor dem Eingriff auf 630±38 µm 1 Woche post­ope­ra­tiv. Bei einem Pati­en­ten musste ein zwei­ter Eingriff vorge­nom­men werden. Die ande­ren beiden Pati­en­ten entwi­ckel­ten inner­halb der ersten beiden Wochen eine Teil­ab­lö­sung des Trans­plan­tats bei trotz­dem vorhan­de­ner Besse­rung der Horn­haut­si­tua­ti­on. Ein Hydrops-Rezi­div wurde nicht beob­ach­tet.

Weite­re Studi­en müss­ten klären, für welche Pati­en­ten diese Thera­pie eine mögli­che Alter­na­ti­ve darstel­len könnte.

(ak)

Autoren: Bachmann B et al.
Korrespondenz: Björn Bachmann; Bjoern.Bachmann@uk-koeln.de
Studie: Mini-Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty for the Early Treatment of Acute Corneal Hydrops in Keratoconus
Quelle: Cornea 2019 Aug;38(8):1043–1048.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002001

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