Mikro­Puls- kombi­niert mit limi­tier­ter konti­nu­ier­li­cher Zyklophotokoagulation

Gewebeschonung und reduziertes Nebenwirkungsprofil sind gegeben

10. November 2021

BOSTON (Bier­mann) – Bei Pati­en­ten mit refrak­tä­rem Glau­kom bietet die Kombi­na­ti­on aus augmen­tier­tem Mikro­Puls- (MP-TSCPC) und limi­tier­ter konti­nu­ier­li­cher trans­sklera­ler Zyklo­pho­to­ko­agu­la­ti­on (CW-TSCPC) einen signi­fi­kan­ten Augeninnendruck(IOD)-senkenden Effekt und eine Verrin­ge­rung der Medi­ka­men­ten­be­las­tung ohne erhöh­tes Risiko post­ope­ra­ti­ver Kompli­ka­tio­nen. Zu diesem Ergeb­nis sind die Autoren einer aktu­el­len Studie gekommen.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 38 Pati­en­ten (38 Augen) mit refrak­tä­rem Glau­kom in die Studie auf und unter­zo­gen sie im Massa­chu­setts Eye and Ear Hospi­tal, Boston (USA) einer kombi­nier­ten MP-TSCPC und CW-TSCPC. Die Arbeits­grup­pe führte Kaplan-Meier-Über­le­bens­kur­ven sowie Wilcoxon-gepaar­te Sign-Rank-Tests durch, um den IOD, die Glau­kom-Medi­ka­ti­ons­be­las­tung, den best­kor­ri­gier­ten Visus (BCVA) und uner­wünsch­te Ereig­nis­se zu bewerten.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass die kumu­la­ti­ve Erfolgs­wahr­schein­lich­keit nach 1 und 1,5 Jahren bei einem als IOD-Reduk­ti­on von ≥30% defi­nier­tem Erfolg und einem IOD zwischen 5 und 18 mmHg bei 0,81 (95%-KI 0,68–0,96) und 0,65 (95%-KI 0,50–0,86) lag. Bei einem als IOD-Reduk­ti­on von ≥50% defi­nier­tem Erfolg und einem IOD zwischen 5 und 18 mmHg betrug die Erfolgs­wahr­schein­lich­keit nach 1 bzw. 1,5 Jahren 0,72 (95%-KI 0,57–0,89) bzw. 0,56 (95%-KI 0,40–0,78). Die Verrin­ge­rung des Augen­in­nen­dru­ckes und der Medi­ka­men­ten­be­las­tung zeigte sich bei allen Nach­kon­trol­len im Vergleich zum Ausgangs­wert signi­fi­kant. Der durch­schnitt­li­che IOD sank von 27,9 mmHg zu Studi­en­be­ginn auf 11,4 mmHg nach 1 Jahr (p<0,001) und auf 10,0 mmHg nach 1,5 Jahren (p<0,001). Ebenso stell­ten die Exper­ten eine Reduk­ti­on der Medi­ka­men­ten­be­las­tung von 3,8 auf 1,7 nach 1,5 Jahren (p=0,001) fest.

Zu keinem Zeit­punkt wurden signi­fi­kan­te Unter­schie­de in der BCVA beob­ach­tet. Ebenso wurden keine lang­fris­ti­gen, das Sehver­mö­gen bedro­hen­de Kompli­ka­tio­nen aufgrund des kombi­nier­ten Verfah­rens beob­ach­tet, und die meis­ten Kompli­ka­tio­nen waren mild und vorübergehend.

(tt)

Autoren: Gupta S et al.
Korrespondenz: David A Solá-Del Valle; david-sola-delvalle@meei.harvard.edu
Studie: Outcomes of a combination of augmented MicroPulse and limited Continuous Wave Cyclophotocoagulation in patients with refractory glaucoma
Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 2021; Oct 25 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s00417-021-05436-1

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