Mikro­in­va­si­ve Glau­kom­chir­ur­gie mit Phakoemulsifikation

Erfolge mit Hydrus-Mikrostent oder iStent-inject sind nahezu identisch

9. Februar 2022

MELBOURNE (Bier­mann) – In einer aktu­el­len Arbeit haben deren Autoren die 2‑Jah­res-Ergeb­nis­se einer Phako­emul­si­fi­ka­ti­on in Kombi­na­ti­on mit der trabe­ku­lä­ren Implan­ta­ti­on eines Hydrus-Mikrost­ents oder eines iStent-injects vergli­chen. Darin haben sie gezeigt, dass beide Verfah­ren zu einer anhal­ten­den Reduk­ti­on des Augen­in­nen­dru­ckes (IOD) mit güns­ti­gem Sicher­heits­pro­fil führen und keine signi­fi­kan­ten Unter­schie­de in den Ergeb­nis­sen des IOD zwischen den Grup­pen auftreten.

Die Wissen­schaft­ler über­prüf­ten medi­zi­ni­sche Aufzeich­nun­gen aus dem inter­na­tio­na­len Regis­ter „Fight-Glau­co­ma-Blind­ness“ zu 344 Augen mit frühem bis mittel­schwe­rem Offen­win­kel- oder Normal­druck­glau­kom oder okulä­rer Hyper­ten­si­on, bei denen eine Kata­rakt­ex­trak­ti­on in Kombi­na­ti­on mit einer iStent-inject- (n=224) oder Hydrus-Mikros­tent (n=120)-Implantation durch­ge­führt wurde. Mithil­fe von linea­ren Regres­si­ons­mo­del­len und Propen­si­ty-Score-Matching passte die Arbeits­grup­pe die anony­mi­sier­ten Daten um Basis­merk­ma­le der beiden Grup­pen an. Als primä­ren Endpunkt legte sie den Vergleich des mitt­le­ren IOD nach 24 Mona­ten fest.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass es, konsis­tent in allen Analy­sen, nach 24 Mona­ten zu keinem signi­fi­kan­ten Unter­schied der IOD-Reduk­ti­on zwischen den beiden Grup­pen kam. Die Glau­kom­spe­zia­lis­ten stell­ten des Weite­ren fest, dass die ange­pass­te Kohor­te in der iStent-inject-Gruppe eine Reduk­ti­on des IOD um 3,1 mmHg und die Hydrus-Mikros­tent-Gruppe um 2,3 mmHg aufwies (p=0,530). Zudem beob­ach­te­ten die Ophthal­mo­lo­gen, dass die mitt­le­re Anzahl einge­setz­ter Antig­lau­kom­a­to­sa bei den iStent-inject-Augen um 1 Wirk­stoff  gegen­über 0,5 bei den Hydrus-Mikros­tent-Augen redu­ziert wurde (p=0,081). Inner­halb der 2 Jahre waren bei 5,4% der Augen der iStent-inject-Gruppe und bei 7,5% der Augen der Hydrus-Mikros­tent-Gruppe weite­re antig­lau­kom­a­tö­se Eingrif­fe zur Verbes­se­rung der IOD-Kontrol­le erfor­der­lich. Die Exper­ten konsta­tier­ten eine gerin­ge Kompli­ka­ti­ons­ra­te ohne signi­fi­kan­te Unter­schie­de zwischen den Gruppen.

(tt)

Autoren: Holmes DP et al.
Korrespondenz: David P Holmes; holmesdp93@gmail.com
Studie: Comparative study of 2-year outcomes for Hydrus or iStent inject microinvasive glaucoma surgery implants with cataract surgery
Quelle: Clin Exp Ophthalmol 2022; Jan 25 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1111/ceo.14048

 

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