Meta­ana­ly­se

Keine postoperativen Visusunterschiede im Vergleich von FLACS und konventioneller Phakoemulsifikation

13. August 2020

FRANKFURT (Bier­mann) — Im Rahmen einer Meta­ana­ly­se wurden 73 Studi­en, davon 25 rando­mi­sier­te kontrol­lier­te Studi­en und 48 Beob­ach­tungs­stu­di­en, in Bezug auf den post­ope­ra­ti­ven Verlauf nach Femto­se­kun­den­la­ser-assis­tier­ter Kata­rakt-Opera­ti­on (FLACS) und nach konven­tio­nel­ler Kata­rakt-Chir­ur­gie (CCS) analy­siert. Insge­samt wurden die Ergeb­nis­se von Opera­tio­nen an 12.769 Augen mittels FLACS und 12.274 Augen mittels CCS in die Analy­se einbe­zo­gen.

Bei den mittels FLACS operier­ten Augen ergab sich inner­halb der ersten drei post­ope­ra­ti­ven Monate ein besse­rer unkor­ri­gier­ter und korri­gier­ter Visus und ein gerin­ge­res sphä­ri­sches Äqui­va­lent (P=0.04, P=0.005, P=0.007). Die Phako­emul­si­fi­ka­ti­ons­zeit fiel bei FLACS kürzer aus (P < 0,001), die kumu­la­ti­ve einge­setz­te Ener­gie war gerin­ger (P < 0,001), die Rhexis wurde als präzi­ser beur­teilt (P < 0,001), die zentra­le Horn­haut­di­cke war bis zum drit­ten post­ope­ra­ti­ven Monat  gerin­ger (P<0.001, P=0.004) und auch der Endo­thel­zell­ver­lust fiel nach drei bis sechs Wochen bei FLACS gerin­ger aus als bei CCS. Im Rahmen der FLACS traten jedoch häufi­ger ante­rio­re Kapsel­rup­tu­ren auf.

Im weite­ren Verlauf fanden sich für Visus und Endo­thel­zell­ver­lust keine signi­fi­kan­ten Unter­schie­de mehr.

(ak)

Autoren: Kolb CM et al.
Korrespondenz: kohnen@em.uni-frankfurt.de
Studie: Comparison of femtosecond laser-assisted cataract surgery and conventional cataract surgery: meta-analysis and systematic review
Quelle: J Cataract Refract Surg. 2020
Web: https://doi.org/10.1097/j.jcrs.0000000000000228

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