Mela­ton­in­spie­gel erniedrigt

Primäres Offenwinkelglaukom und erhöhter Augeninnendruck

4. März 2019

INCHEON (Bier­mann) – Glau­kom­pa­ti­en­ten mit einem hohen Augen­in­nen­druck (IOD) haben ernied­rig­te Mela­ton­in­spie­gel. Zu diesem Ergeb­nis kommt eine Korea­ni­sche Arbeits­grup­pe, indem sie die Mela­to­nin­men­ge anhand des 6‑Hy­dro­xy­me­la­to­nin-Sulfats (aMT6s) im Urin bei Pati­en­ten mit primä­rem Offen­win­kel­glau­kom (POWG) bestimmt und zwischen den Grup­pen mit hohem und nied­ri­gem IOD vergleicht.

Die Studie umfass­te 80 Augen von 41 POWG-Pati­en­ten und 87 Augen von 44 Kontroll­per­so­nen. Die POWG-Gruppe wurde weiter­hin in eine Gruppe mit hohem IOD und in eine Gruppe mit nicht erhöh­tem IOD einge­teilt. Im Morgen­urin wurde aMT6s (ng/mg Krea­ti­nin) mit einem ELISA-Kit bestimmt.

Das Verhält­nis von aMT6s/Kreatinin unter­schied sich nicht zwischen den Pati­en­ten mit POWG und der Kontroll­grup­pe (p=0,097). Der Unter­schied im aMT6s/­Krea­ti­nin-Verhält­nis zwischen den drei Grup­pen war statis­tisch signi­fi­kant (p=0,046): Glau­kom-Gruppe mit IOD ≥ 21 mmHg (19,74 ±3,12 ng/mg), Glau­kom-Gruppe mit IOD <21 mmHg (26,71 ±3,47 ng/mg) und Kontroll­grup­pe (30,35 ± 3,05 ng/mg).

Die Post-hoc-Analy­se ergab, dass der Unter­schied zwischen der Kontroll- und Glau­kom-Gruppe mit erhöh­tem IOD signi­fi­kant war (p=0,014), während der Unter­schied zwischen der Kontroll- und Glau­kom-Gruppe ohne erhöh­ten IOD nicht signi­fi­kant war (p=0,436).

(isch)

Autoren: Kim JY, Jeong AR, Chin HS et al.
Korrespondenz: Na Rae Kim, Department of Ophthalmology, Inha University Hospital, 27, Inhang-ro, Jung-gu, Incheon 22332, Korea; nrkim@inha.ac.kr
Studie: Melatonin Levels in Patients With Primary Open-angle Glaucoma With High or Low Intraocular Pressure
Quelle: J Glaucoma 2019;28(2):154–160
Web: https://doi.org/10.1097/IJG.0000000000001130

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.