Massi­ve subma­ku­lä­re Hämorrhagie

Bei polypoidaler choroidaler Vaskulopathie signifikant häufiger als bei neovaskulärer AMD

15. Dezember 2020

SEOUL (Bier­mann) – Die Inzi­denz­ra­te von massi­ven subma­ku­lä­ren Blutun­gen (SMH) war in einer südko­rea­ni­schen Studie bei Augen mit poly­po­ida­ler choro­ida­ler Vaskulo­pa­thie (PCV) etwa drei­mal höher als bei Augen mit typi­scher neovasku­lä­rer alters­ab­hän­gi­ger Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on (tnAMD). Insbe­son­de­re bei Augen mit einer PCV soll­ten daher Behand­lungs­me­tho­den in Betracht gezo­gen werden, die das Auftre­ten von massi­ven SMH verrin­gern können, so der Hinweis der Autoren.

In die Studie wurden insge­samt 465 Pati­en­ten einge­schlos­sen, bei denen in den Jahren 2003 bis 2014 entwe­der eine PCV (n=245) oder eine tnAMD (n=220) diagnos­ti­ziert wurde. Bei 32 Pati­en­ten (13,1%) mit PCV und bei 9 Pati­en­ten (4,1%) mit tnAMD trat eine massi­ve SMH auf. Die Inzi­denz­ra­ten für massi­ve SMH betru­gen 5 und 10 Jahre nach dem ersten Besuch 11,1% und 29,9% bei PCV und 4,3% bzw. 9,9% bei tnAMD. Die Inzi­denz­ra­ten der massi­ven SMH bei PCV waren signi­fi­kant höher als bei tnAMD (Hazard Ratio [HR] 2,66; p=0,007).

Signi­fi­kant mit dem Risiko einer massi­ven SMH asso­zi­iert waren bei einer PCV die mitt­le­re Anzahl photo­dy­na­mi­scher Thera­pien pro Jahr (HR 4,24; p<0,001) sowie der Clus­ter­typ der poly­po­ida­len Läsion (HR 3,42; p=0,003) und bei einer tnAMD die mitt­le­re Anzahl der Anti-VEGF-Injek­tio­nen pro Jahr (HR 1,58; p<0,001). Bei Pati­en­ten mit schwe­rem Sehver­lust war der Anteil der massi­ven SMH bei einer PCV (29,5%) signi­fi­kant höher als bei einer tnAMD (6,9%, p<0,001).

(isch)

Autoren: Cho SC et al.
Korrespondenz: Se Joon Woo; sejoon1@snu.ac.kr
Studie: Massive submacular haemorrhage in polypoidal choroidal vasculopathy versus typical neovascular age-related macular degeneration
Quelle: Acta Ophthalmol 2020;Dec 2.
Web: https://doi.org/10.1111/aos.14676

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