Masken-asso­zi­ier­tes trocke­nes Auge

Kein Zusammenhang mit vorbestehenden Augenbeschwerden

29. März 2021

FLORENZ (Bier­mann) – Im Rahmen der COVID-19-Pande­mie ist bereits über eine deut­li­che Zunah­me der Sympto­me des trocke­nen Auges bei regel­mä­ßi­ger Benut­zung eines Mund-Nasen-Schut­zes berich­tet worden. Eine neuere Veröf­fent­li­chung liefert nun Infor­ma­tio­nen zur Häufig­keit dieses Problems in der Allge­mein­be­völ­ke­rung sowie zu Fakto­ren, die diesen Zustand beein­flus­sen.

Über verschie­de­ne Social-Media-Platt­for­men führte Laura Boccar­do von der Univer­si­tät Florenz eine anony­me Online-Befra­gung durch, an der 3605 Perso­nen teil­nah­men. Von 2447 Teil­neh­mern berich­te­ten 658 (26,9%), dass sich ihre Sympto­me beim Tragen einer Maske verschlim­mer­ten. So konnte fest­ge­stellt werden, dass 18,3% an einem Masken-asso­zi­ier­ten trocke­nen Auge litten. Dabei gab es offen­bar keinen signi­fi­kan­ten Zusam­men­hang zwischen einem von den Betrof­fe­nen wahr­ge­nom­me­nen Masken-asso­zi­ier­ten trocke­nen Auge und dem Alter, der Refrak­ti­ons­kor­rek­tur und vorbe­stehen­den Augen­be­schwer­den. Ein posi­ti­ver Zusam­men­hang hinge­gen wurde mit weib­li­chem Geschlecht und Tätig­keit im Einzel­han­del beob­ach­tet.

Es sei wich­tig, dieses Problem ernst zu nehmen, damit die Moti­va­ti­on zum Tragen von Masken bei den Betrof­fe­nen nicht leide, meint die Studi­en­au­torin. Augen­ärz­te soll­ten das Vorhan­den­sein klini­scher Sympto­me bei allen Pati­en­ten über­prü­fen, die über masken­be­ding­te Augen­be­schwer­den klagen, und den Betref­fen­den Möglich­kei­ten zur Problem­lö­sung aufzei­gen.

(ac)

Autorin: Boccardo L
Korrespondenz: Laura Boccardo; laura.boccardo@unifi.it
Studie: Self-reported symptoms of mask-associated dry eye: A survey study of 3,605 people
Quelle: Cont Lens Anterior Eye 2021;S1367-0484(21)00007-2.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.clae.2021.01.003

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