Mali­gnes Glau­kom

Einflussfaktoren einer erfolgreichen Behandlung identifiziert

21. August 2019

DURHAM (Bier­mann) – Eine US-ameri­ka­ni­sche Arbeits­grup­pe hat unter­sucht, welche Fakto­ren mit einer erfolg­rei­chen Behand­lung des mali­gnen Glau­koms asso­zi­iert sind. Dabei stell­te sie fest, dass eine frühe­re Vitrek­to­mie die Erho­lungs­zei­ten für ein mali­gnes Glau­kom verkür­zen kann. Eine Nd:YAG-Laser-Hyaloidotomie und orale Carboan­hy­dra­se-Inhi­bi­to­ren können zu einer stär­ke­ren Senkung des Augen­in­nen­drucks führen. Während eine Trabe­ku­lek­to­mie die Zeit bis zur Gene­sung nach einem mali­gnen Glau­kom verzö­gern kann, schei­nen orale Carboan­hy­dra­se-Inhi­bi­to­ren die Zeit bis zur anato­mi­schen Gene­sung zu verkür­zen.

Haupt­ziel­kri­te­ri­en in der Unter­su­chung waren Anato­mie, Augen­in­nen­druck und die beste Sehschär­fe. 87,5% (n=56/64) der Augen mit mali­gnem Glau­kom erfor­der­ten einen chir­ur­gi­schen Eingriff. Eine Vitrek­to­mie war bei Augen mit <3 Inzi­sio­nen, <3 Glau­kom­au­gen­trop­fen oder einem Augen­in­nen­druck von ≤30 mmHg (p<0,05) in der Vorge­schich­te mit größe­rer Wahr­schein­lich­keit erfolg­reich. Wurde die Vitrek­to­mie inner­halb von 30 Tagen durch­ge­führt, waren Anato­mie, beste Sehschär­fe und Augen­in­nen­druck früher norma­li­siert (p<0,05).

Die Senkung des Augen­in­nen­drucks war bei Proban­den, die mit oralen Carboan­hy­dra­se-Inhi­bi­to­ren (p=0,016) oder Nd:YAG-Laser-Hyaloidotomie (p=0,007) und ohne ein mali­gnes Glau­kom in der Vorge­schich­te (p=0,007) behan­delt wurden, höher. Beim Augen­in­nen­druck und der besten Sehschär­fe war die Zeit bis zur maxi­ma­len Besse­rung signi­fi­kant länger als bei der Anato­mie (p<0,001).

Die Behand­lung des mali­gnen Glau­koms mit einem oralen Carboan­hy­dra­se-Inhi­bi­tor beschleu­nig­te die anato­mi­sche Erho­lung (p=0,01). Bei Männern und Afro­ame­ri­ka­nern war die Zeit bis zur Besse­rung der besten Sehschär­fe signi­fi­kant kürzer (p<0,05). Die Zeit bis zur maxi­ma­len Senkung des Augen­in­nen­drucks war bei Augen, die sich in der Klinik einer Herstel­lung der vorde­ren Augen­kam­mer unter­zo­gen hatten, kürzer (p<0,002). Eine Trabe­ku­lek­to­mie vor einem mali­gnen Glau­kom war mit einer verlän­ger­ten Wieder­her­stel­lung von Anato­mie, bester Sehschär­fe und Augen­in­nen­druck verbun­den (p<0,05).

(isch)

Autoren: Thompson AC et al.
Korrespondenz: Pratap Challa; chall001@mc.duke.edu
Studie: Factors impacting outcomes and the time to recovery from malignant glaucoma
Quelle: Am J Ophthalmol 2019 Aug 1. pii: S0002-9394(19)30384-8.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2019.07.023

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.