Maku­la­ö­dem nach reti­na­lem Venen­ver­schluss und Rezidivrisiko

OCT-Aufnahmen sind als Prädiktoren besser geeignet als FAG-Befunde

24. August 2022

PEKING (Bier­mann) – Bei Pati­en­ten mit einem Maku­la­ö­dem (ME) aufgrund eines reti­na­len Venen­ver­schlus­ses (RVO) erlau­ben Befun­de der OCT vor einer Aufsät­ti­gungs-Phase (Upload) mit einem VEGF-Inhi­bi­tor sowie die zentra­le Netz­haut­di­cke (CRT) nach einem Upload eine besse­re Vorher­sa­ge eines ME-Rezi­divs als solche der Fluo­res­zen­z­an­gio­gra­phie (FAG) oder funk­tio­nel­le Verän­de­run­gen nach dem Upload. Dieses Fazit ziehen die Autoren einer aktu­el­len Veröffentlichung.

In ihrer Post-hoc-Analy­se über­prüf­ten die Wissen­schaft­ler medi­zi­ni­sche Daten der Phase-II-Wirk­sam­keits­stu­die FALCON zu 60 Pati­en­ten mit ME nach zentra­lem RVO (n=30) sowie nach Venen­ast-RVO (n=30). Die Kohor­te erhielt im Upload 3‑monatliche Injek­tio­nen mit Conber­cept, gefolgt von Injek­tio­nen im Pro-re-nata-Regime (PRN) über einen Zeit­raum von 6 Mona­ten. Die Arbeits­grup­pe teilte die Kohor­te in 2 Grup­pen auf, basie­rend auf dem Vorhan­den­sein (n=38; 64,4%) oder dem Fehlen (n=22; 35,6%) eines ME-Rezi­divs bei der 1. Kontrol­le nach dem Upload. Als primä­re Endpunk­te legten die Forschen­den Risi­ko­fak­to­ren für ein Rezi­div anhand von Basis-Merk­ma­len sowie Befun­den der OCT bzw. der FAG zu Studi­en­be­ginn fest.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass ein Rezi­div unab­hän­gig vom Typ des RVO auftrat (p=0,32). In beiden Grup­pen kam es bei der 1. Kontrol­le nach dem Upload zu einer signi­fi­kan­ten Verbes­se­rung der Sehschär­fe (p<0,001) ohne signi­fi­kan­ten Unter­schied zwischen den Grup­pen (p=0,1). Ebenso zeigte sich in beiden Grup­pen nach der Aufsät­ti­gung eine signi­fi­kan­te Abnah­me der CRT (p<0,001), während die Reduk­ti­on in der Nicht-Rezi­div-Gruppe signi­fi­kant stär­ker ausfiel (p<0,001). Mithil­fe der logis­ti­schen Regres­si­ons­ana­ly­se konsta­tier­ten die Reti­no­lo­gen, dass das Maku­la­vo­lu­men (MV) zu Studi­en­be­ginn und eine Desin­te­gri­tät der Membra­na limitans exter­na (ELM) der Fovea signi­fi­kant mit einem Rezi­div des ME korre­lier­ten (OR 1,44; 95%-KI 1,08–1,92; p=0,01 und OR 0,17; 95%-KI 0,05–0,64; p=0,008). Demge­gen­über ergab sich keine Asso­zia­ti­on zwischen einem Rezi­div und den Befun­den der FAG.

(tt)

Autoren: Zhou H et al.
Korrespondenz: Feng Zhang; zhangfeng@mail.ccmu.edu.cn
Studie: Prognostic Factor Study of Macular Edema Recurrence in Retinal Vein Occlusion after Conbercept Treatment: A Post Hoc Analysis of the FALCON Study
Quelle: Comput Math Methods Med 2022; Jul 29;2022:3616044.
Web: dx.doi.org/10.1155/2022/3616044

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