Maku­la­ö­dem bei reti­na­ler Venen­ast­throm­bo­se und Dexamethason-Implantation

Keine Veränderung der papillären Mikrovaskulatur post- zu präoperativ

24. Dezember 2021

MUGLA (Bier­mann) – Bei Pati­en­ten mit einer reti­na­len Venen­ast­throm­bo­se (RVAT) und einem Maku­la­ö­dem findet sich eine Abnah­me der gesam­ten, peri­pa­pil­lä­ren und im Inne­ren gele­ge­ne Mikro­vasku­la­tur des Sehner­ven­kop­fes im Vergleich zu gesun­den Kontroll­per­so­nen. Diese mikro­vasku­lä­ren Para­me­ter verän­dern sich auch nicht signi­fi­kant nach einer intra­vit­rea­len Injek­ti­on von Dexa­me­tha­son (IVD). Das schrei­ben die Verfas­ser einer aktu­el­len Studie aus der Türkei.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 18 Pati­en­ten, die eine intra­vit­rea­le Injek­ti­on mit Dexa­me­tha­son aufgrund eines Maku­la­ö­dems als Folge einer RVAT erhiel­ten, sowie 20 gesun­de Kontroll­teil­neh­mer in die retro­spek­ti­ve Studie ein. Pati­en­ten mit mittel­schwe­rem oder schwe­rem Anstieg des Augen­in­nen­drucks (IOD > 6mmHg) nach der IVD-Behand­lung wurden von der Studie ausgeschlossen.

Die Arbeits­grup­pe unter­such­te 2 und 6 Monate nach der IVD-Injek­ti­on die gesam­te, die peri­pa­pil­lä­re sowie die inner­halb der Papil­le gele­ge­ne kapil­lä­re Dichte sowie die Dicke der reti­na­len Nerven­fa­ser­schicht (RNFLT).

Die Forscher ermit­tel­ten, dass die kapil­lä­re Dichte in allen 3 Area­len – gesamt, peri­pa­pil­lär und inner­halb der Papil­le – vor der Behand­lung signi­fi­kant gerin­ger war als bei der Kontroll­grup­pe (p<0,001 für alle Verglei­che). Trotz eines leich­ten mitt­le­ren IOD-Anstiegs nach der IVD-Appli­ka­ti­on beob­ach­te­ten die Exper­ten im 2. und 6. Monat post­ope­ra­tiv keine signi­fi­kan­te Verän­de­rung der gesam­ten, peri­pa­pil­lä­ren und inner­halb der Papil­le gele­ge­nen kapil­lä­ren Gefäß­dich­te (p>0,05 für alle Vergleiche).

Des Weite­ren stell­ten die Ophthal­mo­lo­gen fest, dass die mitt­le­re RNFLT bei den Pati­en­ten vor der Injek­ti­on gerin­ger war als bei den Kontroll­per­so­nen, jedoch nicht statis­tisch signi­fi­kant (110,1 ±12,3µm vs. 115,6 ±10,7µm; p=0,131). Die mitt­le­re RNFLT im 2. und 6. Monat nach IVD-Implan­ta­ti­on zeigte ebenso keinen statis­tisch signi­fi­kan­ten Unter­schied im Vergleich zu präope­ra­tiv (p=0,239 und p=0,459).

(tt)

Autoren: Kaderli ST et al.
Korrespondenz: Ahmet Kaderli; akaderli@hotmail.com
Studie: Optic disc microvascularity in patients with intravitreal dexamethasone implantation for branch retinal vein occlusion
Quelle: J Fr Ophtalmol 2021; Dec;44(10):1491-1498.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.jfo.2021.07.006

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