Maku­la­fora­men

Autologes plättchenreiches Plasma optimiert chirurgische Behandlung

13. Januar 2021

MOSKAU (Bier­mann) – Die Verwen­dung von auto­lo­gem plätt­chen­rei­chen Plasma (APRP) verbes­sert die anato­mi­schen und funk­tio­nel­len Ergeb­nis­se der Behand­lung eines idio­pa­thi­schen durch­grei­fen­den Maku­la­fora­mens (MH) signi­fi­kant. Bei sehr großen MH verstär­ke APRP vermut­lich die Glia-Proli­fe­ra­ti­on, wodurch deren Verschluss sicher­ge­stellt werde, so die Studienautoren.

Die teil­wei­se retro­spek­ti­ve Studie umfass­te 152 Pati­en­ten (152 Augen) mit MH, die in den Jahren 2010–2014 mit konven­tio­nel­ler Tech­no­lo­gie mit Peeling der Membra­na limitans inter­na (Kontroll­grup­pe) operiert wurden, und 62 Pati­en­ten (62 Augen), die 2015–2017 von densel­ben Chir­ur­gen mit zusätz­li­cher Appli­ka­ti­on von APRP auf das MH (APRP-Gruppe) operiert wurden.

Der best­kor­ri­gier­te Visus (BCVA) wurde vor und nach der Opera­ti­on aufge­zeich­net und die Mikro­struk­tur der Netz­haut unter Verwen­dung der opti­schen Kohä­renz­to­mo­gra­fie unter­sucht. 37 Pati­en­ten in der APRP-Gruppe und 80 Kontrol­len wurden mindes­tens 12 Monate lang beob­ach­tet (15 Kontrol­len wurden für die visu­el­len Ergeb­nis­se 15–24 Monate lang beob­ach­tet). Die Daten von 72 Kontrol­len (72 Augen) wurden retro­spek­tiv analysiert.

Der mini­ma­le Durch­mes­ser des MH in der APRP-Gruppe war größer als bei den Kontrol­len: 454 ±186 μm versus 381 ±148 μm (p=0,003). Trotz­dem waren alle MH in der APRP-Gruppe geschlos­sen, während in der Kontroll­grup­pe 11 MH (7,2%) offen blie­ben (p=0,036). Der endgül­ti­ge mitt­le­re BCVA, stan­dar­di­siert durch den mini­ma­len Durch­mes­ser des Maku­la­fora­mens, war in der APRP-Gruppe um 3,9 ETDRS-Buch­sta­ben höher (p=0,012). Nach der Opera­ti­on mit APRP wurde eine fovea­le hyper­re­flek­ti­ve Läsion (vermut­lich eine Glia-Proli­fe­ra­ti­on) gefun­den, die bei den meis­ten großen MH anhielt, bei klei­nen und den meis­ten mitt­le­ren MH jedoch allmäh­lich verschwand.

(isch)

Autoren: Shpak AA et al.
Korrespondenz: Alexander A Shpak; a_shpak@inbox.ru
Studie: Surgical treatment of macular holes with and without the use of autologous platelet-rich plasma
Quelle: Int Ophthalmol 2021 Jan 3.
Web: https://doi.org/10.1007/s10792-020-01662-4

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