Maku­lä­re Neovasku­la­ri­sa­tio­nen und Flüssigkeitskompartimente

Prognose variiert und sollte isoliert betrachtet werden

7. März 2022

SEOUL (Bier­mann) – Eine aktu­el­le Studie hat gezeigt, dass die klini­sche Rele­vanz von reti­na­ler Flüs­sig­keit in unter­schied­li­chen reti­na­len Räumen bei Pati­en­ten mit verschie­den loka­li­sier­ten maku­lä­ren Neovasku­la­ri­sa­ti­ons­mem­bra­nen (MNV) diffe­riert. Laut den Autoren ist eine getrenn­te Analy­se zu jedem Subtyp der MNV erfor­der­lich, um eine funk­tio­nel­le, flüs­sig­keits­ba­sier­te Progno­se zu stellen.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 248 thera­pi­e­nai­ve Patienten/Augen mit neovasku­lä­rer AMD (nAMD) oder poly­po­ida­ler choro­ida­ler Vaskulo­pa­thie (PCV) in ihre retro­spek­ti­ve Studie auf. Die Arbeits­grup­pe über­prüf­te die Inzi­denz für reti­na­le Flüs­sig­keit in den verschie­de­nen reti­na­len Kompar­ti­men­ten zu Beginn der Studie und während der 24-mona­ti­gen Nachbeobachtungszeit.

Hier­für diffe­ren­zier­ten die Forschen­den zwischen subpig­men­t­epi­the­lia­ler (Sub-RPE)-, subre­ti­na­ler (SRF) sowie intra­r­e­ti­na­ler Flüs­sig­keit (IRF).

Ebenso unter­schied die Gruppe zwischen Typ-1-MNV (Lage subpig­men­t­epi­the­li­al; früher okkult), Typ-2-MNV (Lage subre­ti­nal; früher klas­sisch) sowie Typ-3-MNV (Lage intraretinal).

Zusätz­lich vergli­chen sie die Sehschär­fe (VA) zwischen den Pati­en­ten mit und ohne reti­na­ler Flüssigkeit.

Die Arbeits­grup­pe ermit­tel­te, dass zu Studi­en­be­ginn signi­fi­kan­te Unter­schie­de bei der Inzi­denz für Sub-RPE-Flüs­sig­keit, SRF und IRF zwischen allen MNV-Typen und der PCV bestan­den (p<0,001). Glei­cher­ma­ßen stell­ten die Exper­ten fest, dass sich während der gesam­ten Follow-up-Zeit bezüg­lich der Inzi­denz für SRF zwischen allen 4 Grup­pen signi­fi­kan­te Unter­schie­de zeig­ten (p<0,001).

Bei Pati­en­ten mit Typ-1-MNV und IRF fiel die VA bei der Erst­dia­gno­se (p=0,004) sowie nach 24 Mona­ten (p<0,001) signi­fi­kant schlech­ter aus als bei den Komparatorgruppen.

Demge­gen­über konsta­tier­ten die Reti­no­lo­gen, dass SRF nicht mit einer schlech­ten VA asso­zi­iert war. Gleich­wohl bestan­den keine Abwei­chun­gen in Bezug auf die VA bei Pati­en­ten mit Typ-3-MNV ± SRF oder IRF.

(tt)

Autoren: Kim JH et al.
Korrespondenz: Jae Hui Kim; kimoph@gmail.com
Studie: Difference Between the Incidence of Retinal Fluid Subtypes and Their Association with Visual Outcomes According to the Types of Macular Neovascularization in a Korean Population
Quelle: J Ocul Pharmacol Ther 2022; Feb 3 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1089/jop.2021.0103

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