MADE

Trockenes Auge infolge des Tragens einer Maske in der COVID-19-Pandemie

1. Februar 2021

KOTA (Bier­mann) – Das Tragen von Masken oder eines Mund-Nasen-Schut­zes als Maßnah­me gegen eine weite­re Ausbrei­tung der COVID-19-Pande­mie kann zu Augen­be­schwer­den im Sinne einer Sicca-Sympto­ma­tik führen – oder eine solche, wenn sie schon besteht, verschlech­tern. Darauf weisen die Verfas­ser eines „Letter to the Editor“ im „Indian Jour­nal of Ophthal­mo­lo­gy“ hin.

Zu einem „Mask-asso­cia­ted Dry Eye“ (MADE) könne es kommen, wenn eine solche Maske nicht rich­tig sitze oder nicht rich­tig getra­gen werde. Dann entwei­che Exha­lat nach oben aus der Maske und und reize so die Augen­ober­flä­che. Das MADE führe dabei nicht nur zu den für ein trocke­nes Auge typi­schen Beschwer­de bzw. verstär­ke diese. Tatsäch­lich erhöhe das MADE auch die Wahr­schein­lich­keit einer SARS-CoV-2-Infek­ti­on, da die Betrof­fe­nen reflex­ar­tig dazu neigen könn­ten, sich die Augen zu reiben, ohne sich vorher die Hände gewa­schen zu haben. Bei vorhe­ri­ger Reini­gung und Desin­fek­ti­on der Hände hinge­gen könne es durch den Hand-Augen-Kontakt zu einer aller­gi­schen Konjunk­ti­vi­tis kommen.

Ophthal­mo­lo­gen soll­ten sich des Phäno­mens des MADE bewusst sein und Pati­en­ten anlei­ten, wie eine entspre­chen­de Maske rich­tig zu tragen ist. Gleich­zei­tig soll­ten sie ihre Pati­en­ten auch zum fort­ge­setz­ten Tragen eines Mund-Nasen-Schut­zes anhalten.

Zukünf­ti­ge Unter­su­chung werden sowohl die Inzi­denz als auch das Ausmaß des MADE zeigen, formu­lie­ren die Autoren. Das Tragen von Masken in Kombi­na­ti­on mit einem länge­rem Einsatz von Smart­pho­nes oder länge­rer Bild­schirm­ar­beits­zeit könne sich in der Zukunft als Faktor für eine Epide­mie des trocke­nen Auges erweisen.

(ac)

Autoren: Pandey SK, Sharma V
Korrespondenz: Suresh K. Pandey; suresh.pandey@gmail.com
Studie: Mask-associated dry eye disease and dry eye due to prolonged screen time: Are we heading towards a new dry eye epidemic during the COVID-19 era?
Quelle: Indian J Ophthalmol 2021;69(2):448-449.
Web: doi.dx.org/10.4103/ijo.IJO_3250_20

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