LASIK und PRK

Intraoperative und frühe postoperative Komplikationen selten

17. Februar 2020

San Fran­cis­co (Bier­mann) – Der Einsatz refrak­tiv­chir­ur­gi­scher Verfah­ren wirft spätes­tens im Rahmen der Pati­en­ten­auf­klä­rung die Frage nach intra­ope­ra­ti­ven und frühen post­ope­ra­ti­ven Kompli­ka­tio­nen auf.

Eine ameri­ka­ni­sche Studie unter­such­te kürz­lich den intra- und frühen post­ope­ra­ti­ven Verlauf bei insge­samt 31.921 Pati­en­ten (61.833 Augen) die zwischen Juli 2014 und Juni 2016 eine LASIK (Laser in situ Kera­to­mi­leu­sis) erhal­ten hatten und bei 5016 Pati­en­ten (9467 Augen), die sich im glei­chen Zeit­raum einer PRK (photo­re­frak­ti­ven Kera­tek­to­mie) unter­zo­gen hatten.

Bei Behand­lung mittels LASIK wurden im Rahmen der Studie bei 783 Augen von 657 Pati­en­ten Kompli­ka­tio­nen erfasst (Inzi­denz 1,3%, 1:79 Augen).
Bei Behand­lung mittels PRK kam es bei 218 Augen von 170 Pati­en­ten zu Kompli­ka­tio­nen (Inzi­denz 2,3%, 1:43 Augen).
Schwe­re Kompli­ka­tio­nen entstan­den bei 271 Augen von 226 Pati­en­ten der LASIK-Gruppe (Inzi­denz 0,4%, 1:228 Augen) und bei 65 Augen von 39 Pati­en­ten in der PRK-Gruppe (Inzi­denz 0,7%, 1:146 Augen).
Ein Visus­ver­lust von zwei oder mehr Zeilen wurde für beide Grup­pen zusam­men bei 0,37% der Augen festgestellt.

Insge­samt seien schwe­re Kompli­ka­tio­nen bei LASIK und PRK somit als selten anzu­se­hen, so die Autoren. (ak)

Autoren: Schallhorn JM et al.
Korrespondenz: Julie M. Schallhorn, Julie.schallhorn@ucsf.edu
Studie: Incidence of Intraoperative and Early Postoperative Adverse Events in a Large Cohort of Consecutive Laser Vision Correction Treatments.
Quelle: Am J Ophthalmol. 2020 Feb;210:97-106.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2019.10.011

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.