LASIK

Traumatische Flap-Dislokationen meist mit guter Prognose

6. Juni 2022

SIENA (Bier­mann) – In einer italie­ni­schen retro­spek­ti­ven Fall-Studie wurde die Progno­se von trau­ma­ti­schen Flap-Dislo­ka­tio­nen nach Femto­se­kun­den­la­ser-assis­tier­ter LASIK (Laser-assis­tier­te in situ Kera­to­mi­leu­sis) untersucht.

Von 37.315 Augen (19.602 Pati­en­ten) erlit­ten neun Augen von neun Pati­en­ten inner­halb eines Zeit­raums von maxi­mal 37 Mona­ten nach dem Eingriff eine trau­ma­ti­sche Flap-Kompli­ka­ti­on. In fünf Fällen fand sich eine Flap-Dislo­ka­ti­on mit zentra­len durch­grei­fen­den Falten. Ein Anhe­ben des Flaps mit Repo­si­ti­on ermög­lich­te eine voll­stän­di­ge Erho­lung des unkor­ri­gier­ten Visus. In einem ande­ren Fall wurde ein teil­wei­se abge­ho­be­ner Flap mittels Mikro­schwamm ohne Anhe­ben des Flaps repo­si­tio­niert. Diesem Eingriff folgte eine  selbst­li­mi­tie­ren­de, loka­li­sier­te Epithel­ein­wach­sung. Bei drei Augen trat ein komplet­ter Flap-Ausriss auf. Nach Epithe­lia­li­sie­rung resul­tier­ten eine mode­ra­te Ände­rung des sphä­ri­schen Äqui­va­lents (zwischen ‑0,25 und – 1 dpt) und ein Astig­ma­tis­mus unter 1 dpt. Bei einem Auge musste aufgrund der resul­tie­ren­den Myopie eine erneu­te Femto­se­kun­den­la­ser-assis­tier­te LASIK durch­ge­führt werden.

Insge­samt, so die Autoren, seien trau­ma­ti­sche Flap-Kompli­ka­tio­nen nach Femto­se­kun­den­la­ser-assis­tier­ter LASIK selten, könn­ten aber auch nach länge­rer Zeit noch auftre­ten. Sie hätten aller­dings eine gute anato­mi­sche und funk­tio­nel­le Progno­se. (ak)

Autoren: Leccisotti A et al.
Korrespondenz: leccisotti@libero.it
Studie: Traumatic Flap Complications After Femtosecond LASIK
Quelle: Cornea. 2022 May 1;41(5):604-608.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002782

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.