Konge­ni­ta­le Katarakt

Postoperatives Monitoring von zentraler Hornhautdicke und Intraokulardruck sinnvoll

19. Dezember 2020

ZHEJIANG (Bier­mann) – Nach Opera­ti­on einer konge­ni­ta­len Kata­rakt kann es unter ande­rem zu Augen­in­nen­druck­erhö­hun­gen kommen. In einer chine­si­schen Studie wurden dies­be­züg­lich 76 Kinder (152 Augen) unter­sucht. Davon waren 33 Augen nicht von einer Kata­rakt betrof­fen, 77 Augen waren aphak und 42 Augen pseu­do­phak. Die Kinder wurden nach ein- oder beid­sei­ti­ger Kata­rakt-Opera­ti­on nach einem, drei, sechs, zwölf und 24 Mona­ten nachuntersucht. 

Bei den apha­ken Augen erhöh­te sich die mitt­le­re zentra­le Horn­haut­di­cke nach zwölf Mona­ten um 31,14 +/- 44,32 μm sowie nach 24 Mona­ten um 33,09 +/- 35,42 μm. Dieser Anstieg war signi­fi­kant stär­ker als bei den pseu­do­pha­ken Augen (8,36 +/- 19,91 μm nach zwölf Mona­ten (P < 0,001) und 0,31 +/- 14,19 μm (P = 0,024) nach 24 Monaten).
In Bezug auf den Augen­in­nen­druck konn­ten nach zwölf und 24 Mona­ten keine signi­fi­kan­ten Unter­schie­de zwischen pseu­do­pha­ken und apha­ken Augen gefun­den werden (P = 0,672 bzw. P = 0,080). Für die nicht betrof­fe­nen Augen fanden sich weder bei der zentra­len Horn­haut­di­cke noch beim Augen­in­nen­druck signi­fi­kan­te Unter­schie­de. Beide Para­me­ter blie­ben auch bei apha­ken und pseu­do­pha­ken Augen post­ope­ra­tiv inner­halb der Nach­be­ob­ach­tungs­zeit normwertig.
Zentra­le Horn­haut­di­cke und Augen­in­nen­druck erwie­sen sich als posi­tiv korre­lie­rend, so dass beide Para­me­ter für mindes­tens zwölf Monate post­ope­ra­tiv regel­mä­ßig kontrol­liert werden soll­ten, um ein sich mögli­cher­wei­se entwi­ckeln­des Glau­kom nicht zu über­se­hen. (ak)

Autoren: Chang P et al.
Korrespondenz:  zyehzeye@126.com
Studie: Postoperative Changes in Central Corneal Thickness and Intraocular Pressure in a Prospective Cohort of Congenital Cataract Patients
Quelle: Cornea. 2020 Nov;39(11):1359-1365.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002480

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