Kombi­nier­te Hamartome

Unterschiede zwischen peripapillären und makulären Läsionen

27. März 2019

HYDERABAD (Bier­mann) – Peri­pa­pil­lä­re kombi­nier­te Hamar­to­me weisen im Vergleich zu kombi­nier­ten Hamar­to­men in der Makula häufi­ger eine Pigmen­tie­rung mit verrin­ger­ter Auto­fluo­res­zenz, eine Betei­li­gung der Retina in voller Dicke, intra­r­e­ti­na­le zysto­ide Räume, eine Disrup­ti­on der ellip­so­iden Zone und des reti­na­len Pigmen­t­epi­thels sowie eine choro­ida­le Neovasku­la­ri­sa­ti­on auf, wie eine retro­spek­ti­ve Beob­ach­tungs­stu­die zeigt.

Einge­schlos­sen wurden 50 Augen (49 Pati­en­ten) mit der klini­schen Diagno­se eines kombi­nier­ten Hamar­toms (der Retina und des reti­na­len Pigmen­t­epi­thels). Unter­sucht wurden die Hamar­to­me mittels opti­scher Kohä­renz­to­mo­gra­phie (OCT) und Fundus-Auto­fluo­res­zenz (FAF). Die Bild­ge­bung iden­ti­fi­zier­te 18 (36%) peri­pa­pil­lä­re Läsio­nen, 27 (54%) maku­lä­re Läsio­nen und 5 (10%) peri­phe­re Läsionen.

Eine verglei­chen­de Analy­se der peri­pa­pil­lä­ren und der maku­lä­ren kombi­nier­ten Hamar­to­me zeigte bei 88% der peri­pa­pil­lä­ren Hamar­to­me in der Fundus-Farb­fo­to­gra­fie eine Pigmen­tie­rung, die einer hypo­au­to­fluo­res­zen­ten FAF entsprach, von den Hamar­to­men in der Makula wies keines dieses Merk­mal auf (p<0,001). Weite­re Unter­schie­de zeig­ten sich bei dem OCT-Para­me­ter der Betei­li­gung in voller Dicke (88 vs. 3%; p<0,001), präre­ti­na­len Fibro­sen (27 vs. 81%; p<0,001), Maxi Peaks (5 vs. 88%; p<0,001), intra­r­e­ti­na­len zysto­iden Räumen (72 vs. 40%; p<0,038), der Betei­li­gung der äuße­ren plexi­for­men Schicht (5 vs. 96%; p<0,001), der Disrup­ti­on der ellip­so­iden Zone (83 vs. 3%; p<0,001) und des reti­na­len Pigmen­t­epi­thels (77 vs. 3%; p<0,001) sowie der choro­ida­len Neovasku­la­ri­sa­ti­on (16 vs. 0%; p=0,028).

Diese Ergeb­nis­se, so die Autoren, deute­ten darauf hin, dass Läsio­nen nahe oder direkt am Sehnerv mit höher­gra­di­gen Pigment­ver­än­de­run­gen und einer schwe­re­ren reti­na­len Disrup­ti­on asso­zi­iert sind als Hamar­to­me in der Makula.

(nec)

Autoren: Gupta R et al.
Korrespondenz: Smt. Kanuri Santhamma Centre for Vitreo-Retinal Diseases, L. V. Prasad Eye Institute, Hyderabad, Indien; jay.chhablani@gmail.com.
Studie: Peripapillary versus macular combined hamartoma of the retina and retinal pigment epithelium: Imaging characteristics
Quelle: Am J Ophthalmol. 2019 Jan 26.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2019.01.016

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