Kind­li­ches Glau­kom

Prävalenz und klinische Charakteristika

22. August 2019

AKRON (Bier­mann) – Präva­lenz und genaue Diagno­se bei kind­li­chen Glau­kom­er­kran­kun­gen wurden anhand von Pati­en­ten­ak­ten einer Augen­kli­nik analy­siert.

Von 118 Pati­en­ten (64% männ­lich) unter 18 Jahren (durch­schnitt­li­ches Alter 7,07±5,4 Jahre), die sich inner­halb von 10 Jahren augen­ärzt­lich an einer Augen­kli­nik vorge­stellt hatten, bestand bei 46% ein Glau­kom­ver­dacht. Bei 20% wurde ein Glau­kom bei erwor­be­nen okulä­ren Anoma­li­en und bei weite­ren 16% ein juve­ni­les Offen­win­kel­glau­kom diagnos­ti­ziert. In nur 3% der Fälle fand sich ein primär konge­ni­ta­les Glau­kom. Es handel­te sich hier­bei ausschließ­lich um männ­li­che Pati­en­ten.

In 69% der Fälle waren beide Augen betrof­fen. Der höchs­te gemes­se­ne Augen­in­nen­druck lag bei 57 mmHg, die größte Cup-Disc-Ratio bei 0,96 und die gerings­te gemes­se­ne Nerven­fa­ser­schicht­di­cke bei 39 µm. Ein Groß­teil der Pati­en­ten (92%) wies Refrak­ti­ons­feh­ler auf, davon 85% einen Astig­ma­tis­mus.

(ak)

Autoren: Bouhenni RA
Korrespondenz: Rachida A. Bouhenni; rbouhenni@akornchildrens.org
Studie: Prevalence and Clinical Characteristics of Childhood Glaucoma at a Tertiary Care Children's Hospital
Quelle: J Glaucoma 2019 Jul;28(7):655–659.
Web: https://doi.org/10.1097/IJG.0000000000001259

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