Kera­to­ko­nus

Zwillingsstudie zeigt unterschiedlichen Verlauf nach Crosslinking und photorefraktiver Keratektomie

12. Februar 2022

NEW YORK (Bier­mann) – In einer retro­spek­ti­ven inter­ven­tio­nel­len Studie an zwei männ­li­chen einei­igen Zwil­lings­paa­ren wurden mögli­che Über­ein­stim­mung des Verlaufs nach Durch­füh­rung des Athens Proto­col  (cornea­les Cross­lin­kings (CXL) in Kombi­na­ti­on mit einer photo­re­frak­ti­ven Kera­tek­to­mie (PRK)) untersucht.
Bei den Pati­en­ten wurden jeweils die Verbes­se­run­gen der flachs­ten (K1) und der steils­ten (K2) Horn­haut­ra­di­en, der Index der Höhen­de­zen­tra­ti­on (IHD), die Horn­haut­di­cke am dünns­ten Punkt und die Dicke des Horn­hau­t­epi­thels gemes­sen mittels Vorder­ab­schnitt-OCT und Scheim­pflug-Tomo­gra­phie vergli­chen. Messun­gen erfolg­ten ein bis fünf Jahre nach dem Eingriff.
Alle acht Augen zeig­ten nach dem Eingriff eine signi­fi­kan­te Verbes­se­rung aller Kerato­me­trie-Para­me­ter. Der Unter­schied für K1, K2, IHD, Horn­haut­di­cke und Epithel­di­cke der jeweils rech­ten Augen war ein und fünf Jahre post­ope­ra­tiv statis­tisch signi­fi­kant (P < 0,05). Eine statis­tisch signi­fi­kan­te Diskre­panz war auch für die jeweils linken Augen der Proban­den zu erken­nen (P < 0,05).

Zusam­men­fas­send ist zwar eine gene­ti­sche Prädis­po­si­ti­on für Kera­to­ko­nus bekannt, die Diskre­pan­zen der Kerato­me­ter-Indi­ces nach Athens-Proto­col zwischen Augen von einei­igen Zwil­lin­gen lässt aber anneh­men, dass auch Umwelt­ein­flüs­se die Entwick­lung der Erkran­kung verän­dern können. Die Autoren konn­ten jedoch auch nicht ausschlie­ßen, dass ein unter­schied­li­cher Syner­gie­grad von CXL und PRK die unter­schied­li­chen Verbes­se­run­gen beein­flusst haben könnte. (ak)

Autoren: Vingopoulos F et al.
Korrespondenz: ajkmd@mac.com
Studie: Concordance of keratoconus in monozygotic twins before and after combined corneal crosslinking/photorefractive keratectomy (Athens Protocol) using Scheimpflug and OCT tomography
Quelle: J Cataract Refract Surg. 2022 Jan 1;48(1):83-88.
Web: https://doi.org/10.1097/j.jcrs.0000000000000691

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