Kera­to­ko­nus

Kontaktlinsen verändern Form der Hornhaut

6. August 2021

GENT (Bier­mann) – Das Tragen spezi­el­ler Linsen indu­ziert signi­fi­kan­te regio­na­le Verän­de­run­gen der Form des ante­rio­ren Augen­ab­schnit­tes bei Keratokonus-Augen.
Zu diesem Schluss kam eine belgi­sche Studie, in welcher drei Grup­pen von Kera­to­ko­nus-Pati­en­ten unter­sucht wurden: eine Gruppe mit Pati­en­ten, welche bisher keine Kontakt­lin­sen getra­gen hatten (17 Pati­en­ten, 24 Augen), eine Gruppe mit Pati­en­ten, die mit Corne­al­lin­sen versorgt waren (7 Pati­en­ten, 7 Augen) und eine Gruppe mit Pati­en­ten, die mit Skler­al­lin­sen versorgt waren (7 Pati­en­ten, 7 Augen).
Als Vergleichs­grup­pe dien­ten 25 Augen von 25 emme­tro­pen Patietn­ten und 11 Augen von 11 Pati­en­ten mit Asti­ma­tis­mus. Analy­siert wurden die Para­me­ter der corneoscle­ra­len Topo­gra­phie mit dem Eye Surface Profi­ler (ESP, Eaglet Eye BV, Houten, Nieder­lan­de). Beur­teilt wurden der limba­le Radius, die sagit­ta­le Höhe und die corneoscle­ra­le Asymmetrie.

Die sagit­ta­le Höhe von cornea­ler Peri­phe­rie und Sklera war bei Pati­en­ten ohne Kontat­klin­sen­ver­sor­gung signi­fi­kant höher als in der Kontroll­grup­pe (paired t‑test, p < 0,01). Das Ausmaß der cornea­len und sklera­len Asym­me­trie war in der Gruppe ohne Skler­al­lin­sen­ver­sor­gung  signi­fi­kant höher als in der Kontroll­grup­pe (t‑test, p <0,01). Das Tragen von Corne­al- und Skler­al­lin­sen führte immer zu einer signi­fi­kan­ten Form­ver­än­de­rung von Horn­haut­pe­ri­phe­rie und Sklera. In allen drei Grup­pen mit Kera­to­ko­nus-Augen zeigte die Asym­me­trie der peri­phe­ren Cornea eine starke Korre­la­ti­on mit der sklera­len Asym­me­trie (R2 = 0,90, 0,86 und 0,85 für Gruppe 1–3). (ak)

Autoren: Van Nuffel S et al.
Korrespondenz: Elke.Kreps@uzgent.be.
Studie: The corneoscleral shape in keratoconus patients with and without specialty lens wear
Quelle: Cont Lens Anterior Eye. 2021 Jun;44(3):101343
Web: https://doi.org/10.1016/j.clae.2020.06.001

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