Kera­to­ko­nus

Klinische Ergebnisse eines neuen asymmetrischen intracornealen Ringsegments

14. November 2019

ALICANTE (Bier­mann) In diese prospek­ti­ve, klini­sche Multi­cen­ter-Studie wurden 30 Augen von 26 Pati­en­ten mit Kera­to­ko­nus einge­schlos­sen. In allen Fällen wurden intra­cor­nea­le Ringsegmente(ICRS) implan­tiert. Verwen­det wurde das Produkt „Visum­ring“, bei dem eine Bogen­län­ge von 353 Grad und zwei indi­vi­du­ell in Basis­brei­te, Länge und Dicke anpass­ba­re asym­me­tri­sche Sektio­nen vorhan­den sind. Die ophthal­mo­lo­gi­sche Unter­su­chung schloss den unkor­ri­gier­ten Fern­vi­sus (UDVA), den korri­gier­ten Fern­vi­sus (CDVA), Refrak­ti­on, Topo­gra­phie und ante­rio­re cornea­le Aberra­tio­nen (unter­sucht mit dem Sirius-System, CSO, Florenz, Itali­en) ein. Die durch­schnitt­li­che Nach­be­ob­ach­tungs­zeit lag bei 14,7 +/- 7,9 Monate.

Sowohl unkor­ri­gier­ter als auch korri­gier­ter Fern­vi­sus verbes­ser­ten sich inner­halb eines Jahres. Der UDVA verbes­ser­te sich von 0,08 +/- 0,22 auf 0,22 +/- 0,16 und der CDVA von 0,24 +/- 0,29 auf 0,43 +/- 0,18 (P = 0,01). Das sphä­ri­sche Äqui­va­lent redu­zier­te sich signi­fi­kant um mehr als 7 dpt. von ‑12,38 +/- 3,77 dpt auf ‑5,00 +/- 3,26 dpt. (P < 0,05) inner­halb des ersten Jahres nach dem Eingriff. Höher­wer­ti­ge Aberra­tio­nen zeig­ten eine aller­dings nicht signi­fi­kan­te leich­te Reduk­ti­on. Bei fünf von 30 Pati­en­ten musste der VR explan­tiert werden aufgrund schwe­rer cornea­ler Einschmelzung.

Mittels „Visum­ring“ ICR konn­ten Visus und Refrak­ti­on verbes­sert und eine deut­li­che Abfla­chung der Horn­haut bei Pati­en­ten mit Kera­to­ko­nus indu­ziert werden. Aller­dings, so die Autoren der Studie, seien noch weite­re Entwick­lun­gen notwen­dig, um Kompli­ka­tio­nen zu verrin­gern und die Reduk­ti­on asym­me­tri­scher cornea­ler Aberra­tio­nen zu erhöhen.

(ak)

Autoren: Vega-Estrada A et al.
Korrespondenz: jlalio@vissum.com
Studie: Clinical Outcomes of a New Asymmetric Intracorneal Ring Segment for the Treatment of Keratoconus.
Quelle: Cornea 2019 Oct;38(10):1228–1232.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002062

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