Kera­to­ko­nus

Falsche Schlafposition und Augenreiben können Ursache für einen einseitigen oder asymmetrischen Keratokonus sein

19. Dezember 2020

PARIS (Bier­mann) – Wenn ein asym­me­tri­scher oder einsei­ti­ger Kera­to­ko­nus vorliegt, kann dies unter Umstän­den eine einfa­che Erklä­rung haben.
In einer fran­zö­si­schen Fall­kon­troll­stu­die wurden 31 Kera­to­ko­nus-Pati­en­ten und 64 Pati­en­ten einer Kontroll­grup­pe umfas­send ophthal­mo­lo­gisch unter­sucht und in Bezug auf Kera­to­ko­nus-Erkran­kun­gen in der Fami­lie, Augen­rei­ben und Schlaf­ge­wohn­hei­ten befragt.
Die univa­ri­an­te Analy­se zeigte, dass bei Kera­to­ko­nus-Augen signi­fi­kant häufi­ger Augen­rei­ben am Tag (OR = 172,78), am Morgen (OR = 24,3) häufi­ger ange­ge­ben wurde als in der Kontroll­grup­pe. Anga­ben zu Aller­gien (OR = 2,94), gerö­te­ten Augen am Morgen (OR  = 6,36) und zum Schla­fen auf dem Bauch, Schla­fen auf beiden Seiten oder nur auf der Seite mit den steils­ten Horn­haut­ra­di­en (OR = 14,31) zeig­ten eben­falls signi­fi­kan­te Unter­schie­de im Vergleich zur Kontroll­grup­pe. Im Vergleich zwischen besse­rem und schlech­te­rem Auge waren Augen­rei­ben (OR = 162,14) und Schlaf­po­si­ti­on (OR = 99,74) signi­fi­kant mit dem schlech­te­ren Auge asso­zi­iert (p < 0,001). (ak)

Autoren: Mazharian A. et al.
Korrespondenz: gatinel@gmail.com
Studie: Incorrect sleeping position and eye rubbing in patients with unilateral or highly asymmetric keratoconus: a case-control study
Quelle: Graefe's Archive for Clinical and Experimental Ophthalmology 258, 2431–2439(2020)
Web: https://doi.org/10.1007/s00417-020-04771-z

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