Kardio­vasku­lä­re Gesund­heit und Auge

Positiver Zusammenhang mit Diabetischer Retinopathie

24. September 2020

LUBBOCK (Bier­mann) – In einer aktu­el­len Studie konn­ten deren Autoren eine gute kardio­vasku­lä­re Gesund­heit, die auf einen gesun­den Lebens­stil hinweist, mit einer gerin­ge­ren Wahr­schein­lich­keit für okulä­rer Erkran­kun­gen in Zusam­men­hang brin­gen. Insbe­son­de­re betref­fe dies die diabe­ti­sche Reti­no­pa­thie, unter­strei­chen die Wissenschaftler.

Diese Ergeb­nis­se lassen laut den Forschern die Schluss­fol­ge­rung zu, dass Inter­ven­tio­nen zur Vorbeu­gung von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen auch bei der Präven­ti­on von Augen­er­kran­kun­gen viel­ver­spre­chend sein können.

Es gebe eine Reihe von Augen­krank­hei­ten mit gemein­sa­men Merk­ma­len, die sich mit Risi­ko­fak­to­ren für Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen über­schnei­den, schrei­ben die Verfas­ser der aktu­el­len Arbeit. Sie beur­teil­ten darin den Zusam­men­hang zwischen den von der Ameri­can Heart Asso­cia­ti­on propa­gier­ten Life’s Simple 7 (LS7) – modi­fi­zier­ba­re Risi­ko­fak­to­ren für kardio­vasku­lä­re Erkran­kun­gen – und dem Auftre­ten von Augen­krank­hei­ten. Die analy­sier­ten Daten stamm­ten von 6118 Erwach­se­nen im Alter von ≥40 Jahren, die an der Natio­nal Health and Nutri­ti­on Exami­na­ti­on Survey (NHANES) 2005–2008 teil­ge­nom­men hatten.

Die LS7-Para­me­ter umfass­ten Infor­ma­tio­nen zum Niko­tin­kon­sum, zu körper­li­cher Akti­vi­tät, dem Body-Mass-Index, der Ernäh­rung, dem Blut­druck, dem Gesamt­cho­le­ste­rin und und dem Blut­zu­cker. Die addier­ten Scores konn­ten maxi­mal eine Summe von 14 (best­mög­li­che kardio­vasku­lä­re Gesund­heit) erge­ben. Das Durch­schnitts­al­ter der Teil­neh­mer betrug 57 Jahre, 53% der Proban­den waren Frauen.

Ein Anstieg der LS7-Werte um 1 Einheit war mit einer verrin­ger­ten Wahr­schein­lich­keit für alters­be­ding­te Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on (OR 0,95; 95%-KI 0,90–0,99), diabe­ti­sche Reti­no­pa­thie (OR 0,68; 95%-KI 0,64–0,73) und Kata­rakt (OR 0,94; 95%-KI 0,90–0,98) sowie Glau­kom (OR 0,94; 95%-KI 0,88–0,99) verbun­den . Nach multi­va­ria­bler Anpas­sung blieb der Zusam­men­hang auf die diabe­ti­sche Reti­no­pa­thie beschränkt (OR 0,69; 95%-KI 0,64–0,74). Diese Asso­zia­ti­on blieb bestehen, wenn die diabe­ti­sche Reti­no­pa­thie auf die Diagno­se mittels Netz­haut­bild­ge­bung beschränkt war.

(ac)

Autoren: De La Cruz N et al.
Korrespondenz: Duke Appiah; duke.appiah@ttuhsc.edu
Studie: The Association of Ideal Cardiovascular Health and Ocular Diseases Among US Adults
Quelle: Am J Med 2020S0002-9343(20)30540-4.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.amjmed.2020.06.004 

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