Juve­ni­le idio­pa­thi­sche Arthri­tis-asso­zi­ier­te Uveitis

Neuere Antirheumatika senken Komplikationsrate

18. November 2021

ROM (Bier­mann) – Die Autoren einer aktu­el­len Studie haben die Krank­heits­ver­läu­fe von Kindern mit juve­ni­ler idio­pa­thi­scher Arthri­tis-asso­zi­ier­ter Uvei­tis (JIA‑U) im Zeit­al­ter der neue­ren Thera­peu­ti­ka mit den Verläu­fen unter älte­ren Thera­pie­stan­dards analy­siert. Daten­grund­la­ge war eine voran­ge­gan­ge­nen Studie dessel­ben Uvei­tis-Zentrums an der Univer­si­tät Sapi­en­za in Rom (Itali­en).

Die Wissen­schaft­ler beob­ach­te­ten, dass sich die Rezi­div- und Kompli­ka­ti­ons­ra­ten aufgrund des gerin­ge­ren Einsat­zes von Corti­cos­te­ro­iden sowie einer inten­si­ve­ren inter­dis­zi­pli­nä­ren Zusam­men­ar­beit mit pädia­tri­schen Rheu­ma­to­lo­gen signi­fi­kant verrin­gert haben.

In ihre retro­spek­ti­ve Kohor­ten­stu­die nahmen die Forschen­den 49 Pati­en­ten mit JIA auf, von denen 18 an einer JIA‑U litten. Diese 18 Pati­en­ten verglich die Arbeits­grup­pe mit der voran­ge­gan­ge­nen Kohor­te von 66 Kindern mit JIA‑U.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass in der aktu­el­len JIA-U-Gruppe signi­fi­kant weni­ger syste­mi­sche Corti­cos­te­ro­ide als in der frühe­ren Gruppe einge­setzt wurden (p=0,008).

Demge­gen­über wurde die aktu­el­le Kohor­te im Vergleich zu der älte­ren häufi­ger mit konven­tio­nel­len synthe­ti­schen krank­heits­mo­di­fi­zie­ren­den Anti­rheu­ma­ti­ka (csDMARD) –haupt­säch­lich mit Metho­trex­at (93,3%) – behan­delt (p=0,039).

Die Uvei­tis­ex­per­ten stell­ten des Weite­ren fest, dass in der aktu­el­len JIA-U-Gruppe bei signi­fi­kant mehr Pati­en­ten biolo­gi­sche DMARD (bDMARD) zum Einsatz kamen (p=0,005).

In der aktu­el­len Kohor­te wurde häufi­ger mit Adali­mum­ab (72,7%) behan­delt, vergli­chen mit einem verstärk­ten Einsatz von Infli­xi­mab (61,5%) in der voran­ge­gan­ge­nen Kohor­te (p=0,005). Darüber hinaus wies die frühe­re Kohor­te eine höhere Anzahl an Uvei­tis­re­zi­di­ven auf als die aktu­el­le (p=0,005).

Ebenso wurden in der älte­ren Studie häufi­ger Kompli­ka­tio­nen beschrie­ben als in der aktu­el­len Unter­su­chung, insbe­son­de­re poste­rio­re Synechi­en (p=0,007), Kata­rakt (p<0,001), Band­ke­ra­topa­thie (p<0,001) sowie erhöh­ter Augen­in­nen­druck (p=0,047).

(tt)

Autoren: Del Giudice E et al.
Korrespondenz: Maria Pia Paroli; mariapia.paroli@uniroma1.it
Studie: Juvenile idiopathic arthritis-associated uveitis in the era of biological therapy: how the disease changed in more than 20 years of observation in a tertiary referral center in Rome (Italy)
Quelle: Int Ophthalmol 2021; Oct 20 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s10792-021-02043-1

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