Juve­ni­le chro­ni­sche Arthri­tis-asso­zi­ier­te Uveitis

Studie stellt Ergebnisse nach 40-jähriger Erkrankungsdauer vor

19. Juli 2022

LUND (Bier­mann) – Wie eine aktu­el­le Studie gezeigt hat, besteht bei Pati­en­ten mit juve­ni­ler chro­ni­scher Arthri­tis-asso­zi­ier­ter Uvei­tis (JCA‑U) ein lebens­lan­ges Risiko für Rezi­di­ve, okulä­re Kompli­ka­tio­nen sowie für eine Sehbe­hin­de­rung, weswe­gen regel­mä­ßi­ge ophthal­mo­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen bis ins hohe Lebens­al­ter essen­zi­ell sind.

Die Wissen­schaft­ler über­prüf­ten in ihrer 3. Follow-up-Studie medi­zi­ni­sche Aufzeich­nun­gen zu 30 der ursprüng­lich rekru­tier­ten 55 Pati­en­ten mit JCA‑U, bei denen im Zeit­raum 1973 bis 1982 die Diagno­se der JCA‑U gestellt worden war und zu denen bislang nach im Mittel 7,2 sowie 24,0 Jahren Nach­be­ob­ach­tungs­zeit Studi­en erfolgt waren. Die aktu­el­le Arbeit umfass­te einen gesam­ten mitt­le­ren Zeit­raum von 40,7±6,3 Jahren nach Diagno­se­stel­lung der Uvei­tis (mitt­le­rer Zeit­raum nach Diagno­se­stel­lung der JCA 42,9±6,6 Jahre). Die Arbeits­grup­pe verglich die aktu­el­len Ergeb­nis­se mit denen dersel­ben Kohor­te aus den voran­ge­gan­ge­nen Studi­en. Das mitt­le­re Alter der Kohor­te betrug zum Zeit­punkt der aktu­el­len Veröf­fent­li­chung 46,9±6,9 Jahre.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass bei 13 der 30 Pati­en­ten (43,4%) eine aktive Uvei­tis bestand, während in 20 Fällen (66,6%) eine Kata­rakt ± Phako­emul­si­fi­ka­ti­on, bei 12 Teil­neh­mern (40,0%) ein Glau­kom oder eine okulä­re Hyper­ten­si­on sowie bei 3 Pati­en­ten (10%) eine schwe­re bila­te­ra­le Sehbe­hin­de­rung (Visus <0,1) diagnos­ti­ziert wurden.

Demge­gen­über konsta­tier­ten die Exper­ten, dass in den beiden voran­ge­gan­ge­nen Studi­en insge­samt in 23,6% der Fälle (13/55) eine aktive Uvei­tis, bei 61,8% der Pati­en­ten (34/55) eine Kata­rakt ± Phako­emul­si­fi­ka­ti­on, in 29% der Fälle (16/55) ein Glau­kom oder eine okulä­re Hyper­ten­si­on sowie bei 12,7% der Pati­en­ten (7/55) eine schwe­re bila­te­ra­le Sehbe­hin­de­rung doku­men­tiert wurden.

Zudem stell­ten die Uvei­tis-Spezia­lis­ten fest, dass 20% der Pati­en­ten aus der ursprüng­li­chen Kohor­te (11/55) verstor­ben waren, bei denen die rheu­ma­ti­sche Erkran­kung in 4 Fällen als haupt­säch­li­che Todes­ur­sa­che ange­ge­ben und bei 3 Pati­en­ten als dazu beitra­gen­de Erkran­kung ange­se­hen wurde.

(tt)

Autoren: Skarin A et al.
Korrespondenz: Angelika Skarin; angelika.skarin@med.lu.se
Studie: Uveitis associated with juvenile arthritis: a continued cohort study 40 years after uveitis onset
Quelle: Pediatr Rheumatol Online J 2022; Jul 8;20(1):47.
Web: dx.doi.org/10.1186/s12969-022-00704-8

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