IOL-Austausch

IOL-Trübung häufigste Indikation mit guten Langzeitergebnissen

11. Februar 2021

und Leuven zwischen 2002 und 2017 einem IOL-Austausch unter­zie­hen muss­ten. Demo­gra­phi­sche Daten, Indi­ka­ti­on für den Eingriff, Komor­bi­di­tä­ten, Visus­er­geb­nis­se und Kompli­ka­tio­nen wurden analy­siert. Nicht in die Analy­se einbe­zo­gen wurden Pati­en­ten, bei denen die IOL repo­si­tio­niert wurde, welche eine Add-on-IOL implan­tiert oder explan­tiert beka­men und Pati­en­ten, die nach der OP aphak blie­ben. Letzt­lich konn­ten insge­samt 492 Augen einge­schlos­sen werden. Das durch­schnitt­li­che Alter der Pati­en­ten lag bei 66,0 +/- 13,3 Jahren (19 — 91 Jahre). Die durch­schnitt­li­che Zeit zwischen primä­rer Opera­ti­on und IOL-Austausch lag bei 54,61 +/- 67,07 Mona­ten (0 — 343 Monate).

Die primä­re Indi­ka­ti­on für den IOL-Austausch war eine Trübung der IOL. Ein vorhe­ri­ger vitre­o­re­ti­na­ler Eingriff erwies sich als die häufigs­te Komorbidität.

Präope­ra­tiv lag der durch­schnitt­li­che unkor­ri­gier­te Visus bei 0,47 +/- 0,27 (0,0 – 1,0) und der best­kor­ri­gier­te Visus bei 0,61 +/- 0.32 (0,0 — 1,2). Post­ope­ra­tiv wurde ein durch­schnitt­li­cher unkor­ri­gier­ter Visus von 0,7 +/- 0,3 (0,0 – 1,2) und ein best­kor­ri­gier­ter Visus von 0,8 +/- 0,28 (0,05 – 1,6) gemes­sen. Diese Visus­stei­ge­rung war statis­tisch signi­fi­kant (P < 0,001, Paired T‑Test). Post­ope­ra­tiv war die häufigs­te Kompli­ka­ti­on ein Glas­kör­per­pro­laps, welcher bei 61 Augen (16%) auftrat.

Der IOL-Austausch ist somit eine heraus­for­dern­de, aber oft lohnens­wer­te Behand­lungs­op­ti­on für IOL-Proble­me. Die häufigs­te Indi­ka­ti­on stellt nach wie vor die IOL-Trübung dar, auch wenn inzwi­schen IOL-Dislo­ka­tio­nen und unzu­frie­de­ne Pati­en­ten zuneh­mend zu einem IOL-Austausch führen. (ak)

Autoren: Goemaere J. et al.
Korrespondenz: jordy.goemaere@uza.be
Studie: Fifteen years of IOL exchange: indications, outcomes, and complications
Quelle: J Cataract Refract Surg. 2020 Dec;46(12):1596-1603.
Web: https://doi.org/10.1097/j.jcrs.0000000000000349

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