Intrao­ku­lä­re tuber­ku­lö­se Granulome

Anti-VEGF- und Moxifloxacin-Injektionen intravitreal bewirken schnelle Remission

10. Januar 2022

NEU-DELHI (Bier­mann) – Wie die Autoren einer aktu­el­len Studie aus Indien heraus­ge­fun­den haben, weist das Kammer­was­ser bei intrao­ku­lä­ren Tuber­ku­lo­se-beding­ten Granu­lo­men eine hohe Konzen­tra­ti­on an vasku­lä­rem endo­the­lia­lem Wachstumsfaktor‑A (VEGF‑A) auf.

Die Forschen­den haben gezeigt, dass eine wöchent­li­che intra­vit­rea­le Injek­ti­on mit dem VEGF-Inhi­bi­tor Beva­ci­zumab zusam­men mit dem myko­bak­te­ri­zi­d­em Fluor­chi­no­lon-Anti­bio­ti­kum Moxif­loxa­cin zusätz­lich – neben der gängi­gen 4er-Kombi­na­ti­on an Tuber­ku­lo­ti­ka (Rifam­pi­cin, Isonia­zid, Pyra­zin­amid und Etham­bu­tol) sowie oralen Corti­cos­te­ro­iden – eine zügige Regres­si­on der Tuber­ku­lo­me zur Folge hat.

Die Wissen­schaft­ler führ­ten bei 10 Pati­en­ten mit intrao­ku­lä­ren tuber­ku­lö­sen Granu­lo­men vor und nach Beginn der Behand­lung eine Kammer­was­ser­punk­ti­on durch und über­prüf­ten die Proben mithil­fe des Enzyme-Linked-Immuno-Sorbent-Assay (ELISA) im Hinblick auf den Spie­gel an VEGF‑A. Die Injek­tio­nen erfolg­ten bis zur voll­stän­di­gen Regres­si­on der Granulome.

Die Ophthal­mo­lo­gen ermit­tel­ten einen mitt­le­ren VEGF-A-Spie­gel vor Beginn der Thera­pie von 1004,27 ± 411,40 pg/ml (Bereich 401,32–1688,95 pg/ml). Dieser redu­zier­te sich bis zur letz­ten intra­vit­rea­len Injek­ti­on auf 27,62 ± 46,86 pg/ml (Bereich 6,9–131,83 pg/ml).

Die durch­schnitt­li­che Anzahl der Injek­tio­nen betrug 3,1 (Bereich 2–4).

Die Uvei­tis­ex­per­ten stell­ten fest, dass eine signi­fi­kan­te Korre­la­ti­on zwischen abneh­men­den Spie­geln an VEGF‑A und der klini­schen Regres­si­on der Tuber­ku­lo­me bestand.

(tt)

Autoren: Agarwal M et al.
Korrespondenz: Manisha Agarwal; agarwalmannii@yahoo.co.in
Studie: Adjunctive Intravitreal Anti-vascular Endothelial Growth Factor and Moxifloxacin Therapy in Management of Intraocular Tubercular Granulomas
Quelle: Ocul Immunol Inflamm 2021; Dec 17;1-10.
Web: dx.doi.org/10.1080/09273948.2021.2002367

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.