Inflamma­to­ri­sche choro­ida­le Neovaskularisationsmembran

OCT-Angiographie ist zur Detektion und Verlaufskontrolle geeignet

16. Februar 2022

PORTLAND (Bier­mann) – Wie die Autoren einer aktu­el­len Studie berich­ten, ermög­licht die Spec­tral-Domain-OCT-Angio­gra­phie (SD-OCT‑A) die Detek­ti­on einer entzünd­li­chen choro­ida­len Neovasku­la­ri­sa­ti­ons­mem­bran (iCNV) sowie deren detail­lier­te Visua­li­sie­rung in Bezug auf die Lage, die morpho­lo­gi­sche Struk­tur und den Blut­fluss inner­halb der iCNV, sodass das Anspre­chen auf eine Thera­pie und die Akti­vi­tät der iCNV über­wacht werden können.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 12 Pati­en­ten (13 Augen) mit Uvei­tis und asso­zi­ier­ter, aktiv exsu­die­ren­der iCNV in ihr retro­spek­ti­ves Review ein. Die iCNV wurde mithil­fe der SD-OCT und/oder der Fluo­res­zen­z­an­gio­gra­phie diagnostiziert.

Die Ätio­lo­gien der Uvei­tis umfass­ten eine punkt­för­mi­ge innere Choro­ido­pa­thie (n=4), eine multi­fo­ka­le Choro­idi­tis (n=2), eine vermu­te­te Sarko­ido­se-beding­te Uvei­tis (n=2), eine Tuber­ku­lo­se-beding­te Uvei­tis (n=1), eine Bird­shot-Chorio­re­ti­no­pa­thie (n=1), eine syphi­li­ti­sche Uvei­tis (n=1), eine serpi­gi­nö­se Choro­idi­tis (n=1) sowie eine idio­pa­thi­sche Panu­vei­tis (n=1).

Die Arbeits­grup­pe evalu­ier­te Schicht­auf­nah­men der SD-OCT‑A im Bereich äußere Retina bis Chorio­ca­pil­la­ris (ORCC), um deren Genau­ig­keit im Hinblick auf den Nach­weis der iCNV zu über­prü­fen. Zusätz­lich bewer­te­te die Studi­en­grup­pe Folge­auf­nah­men der SD-OCT‑A quali­ta­tiv, um fest­zu­stel­len, ob nach der Behand­lung eine Regres­si­on der iCNV einge­tre­ten und nach­weis­bar war.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass sich die iCNV in den Aufnah­men der En-Face-OCT‑A bei 10 der 13 Augen (76,9%) darstell­te. Darüber hinaus stell­ten die Uvei­tis-Spezia­lis­ten mittels der OCT-A-Bilder fest, dass es nach der Thera­pie bei 5 der 10 Augen (50%) zu einer voll­stän­di­gen Regres­si­on der iCNV, in 2 Fällen (20%) zu einer Teil­re­gres­si­on und bei 3 Augen (30%) zu keiner Regres­si­on kam.

Die Autoren resü­mie­ren, dass die OCT‑A eine neue Möglich­keit darstellt, um reti­no­cho­ro­ida­le Patho­lo­gien zu beur­tei­len. Derzeit ist sie jedoch nur als zusätz­li­ches Diagnos­tik-Tool neben der gängi­gen multi­moda­len Bild­ge­bung zu empfehlen.

(tt)

Autoren: Kongwattananon W et al.
Korrespondenz: Shilpa Kodati; shilpa.kodati@nih.gov
Studie: The Role of Optical Coherence Tomography Angiography in Detecting and Monitoring Inflammatory Choroidal Neovascularization
Quelle: Retina 2022; Jan 20 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1097/IAE.0000000000003420

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