Infe­rio­res Rezi­div einer rheg­ma­to­ge­nen Ablatio

Vitrektomie mit Cerclage zeigt beste chirurgische Ergebnisse

4. Januar 2022

SANKT PETERSBURG (Bier­mann) – Pati­en­ten mit einem infe­rio­ren Rezi­div nach rheg­ma­to­ge­ner Abla­tio (RRD), die mit einer Cercla­ge (SB) kombi­niert mit Pars-plana-Vitrek­to­mie (ppV) chir­ur­gisch versorgt werden, zeigen die besten anato­mi­schen Ergeb­nis­se, während die Pati­en­ten mit einem 2. Rezi­div eher von einer ppV mit Reti­no­to­mie (RT) und kurz­fris­ti­ger Perfluor­car­bon (pPFCL)-Tamponade profi­tie­ren. Zu diesem Ergeb­nis sind die Autoren einer aktu­el­len Arbeit gekommen.

In ihre retro­spek­ti­ve Studie schlos­sen die Wissen­schaft­ler 81 Patienten/Augen (47 Männer, 34 Frauen; Durch­schnitts­al­ter 54,8 ± 14,1 Jahre) mit ≥1 infe­rio­ren Rezi­div nach RRD ein. Als primä­re Opera­ti­on wurde in 21 Fällen (25,9%) eine SB, bei 44 Pati­en­ten (54,4%) eine ppV, in 12 Fällen (14,8%) eine ppV + SB und bei 4 Pati­en­ten (4,9%) eine ppV + RT durch­ge­führt. 49 Pati­en­ten (60,5%) erhiel­ten eine Silikonöl(SiO)-Tamponade.

Die mitt­le­re Zeit bis zum 1. Rezi­div lag bei 109 ± 91 Tagen. Die Rezi­di­ve wurden bei 39 Pati­en­ten (48%) mit einer ppV, in 9 Fällen (11%) mit ppV + SB, bei 13 Pati­en­ten mit ppV + RT und in 20 Fällen (25%) mit ppV + RT + pPFCL behan­delt. Alle Augen erhiel­ten eine SiO-Tampo­na­de. Alle Pati­en­ten wurden bis zur erfolg­rei­chen Netz­haut­an­la­ge nach­be­ob­ach­tet oder bis zum 3. Rezi­div. Die Arbeits­grup­pe legte als primä­re Endpunk­te den chir­ur­gi­schen Erfolg der Wieder­an­la­ge der Retina und die best­kor­ri­gier­te Sehschär­fe (BCVA) fest.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass nach der Behand­lung des 1. Rezi­divs die Rezi­div­ra­te in der ppV+SB-Gruppe signi­fi­kant gerin­ger war als die der ppV- (p=0,0012), ppV+RT- (p=0,028) und der ppV+RT+pPFCL-Gruppe (p=0,047).

Demge­gen­über stell­ten die Exper­ten bei einem 2. Rezi­div (n=42) einen signi­fi­kan­ten Trend (p=0,016) zu einer vermin­der­ten Rezi­div­ra­te nach ppV + RT + pPFCL fest. Die mitt­le­re Zeit zwischen dem vorhe­ri­gen Eingriff und dem 2. Rezi­div betrug 210 ± 186,6 Tage. In keiner Gruppe gab es nach dem 1. oder 2. Rezi­div-Eingriff eine signi­fi­kan­te Verbes­se­rung der BCVA (p>0,05). Laut den Autoren könnte dies daran liegen, dass 80% der Fälle Makula-off-Abla­tio­nes waren und alle Augen eine proli­fe­ra­ti­ve Vitre­o­re­ti­no­pa­thie aufwiesen.

(tt)

Autoren: Churashov SV et al.
Korrespondenz: Dimirii S Maltsev; glaz.med@yandex.ru
Studie: Surgical outcomes in inferior recurrences of rhegmatogenous retinal detachment
Quelle: Int J Ophthalmol 2021; Dec 18;14(12):1909-1914.
Web: dx.doi.org/1+0.18240/ijo.2021.12.15

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