Hyper­opie bei Kleinkindern

Prävalenz, Charakteristiken und Risikofaktoren

30. Juli 2019

LOS ANGELES (Bier­mann) – Die Hyper­opie ist die im Kindes­al­ter am häufigs­ten vorkom­men­de Refraktionsanomalie.

Bei 3,2% (95%-Konfidenzintervall 2.9–3.5%) von 15.051 im Rahmen einer Studie unter­such­ten Kindern unter­schied­lichs­ter Herkunft im Alter zwischen 6 und 72 Mona­ten konnte eine mode­ra­te oder hohe Hyper­opie (4 dpt oder mehr) nach­ge­wie­sen werden. Bei 15,6% der Kinder fand sich eine Hyper­opie von mindes­tens 2 dpt. Beide Augen waren in 64,4% betrof­fen. Eine sphä­ri­sche Aniso­me­tro­pie von mindes­tens 1 dpt fand sich bei 28.9%. Bei 19.5 % der betrof­fe­nen Kinder bestand zusätz­lich ein Astig­ma­tis­mus von 1,5 dpt oder mehr. Von den Kindern mit mode­ra­ter oder hoher Hyper­opie im Alter zwischen 36 und 72 Mona­ten trugen 17,6% eine Brille.

Eine Asso­zia­ti­on der mode­ra­ten bis höhe­ren Hyper­opie konnte unter ande­rem für Kinder mit Stra­bis­mus in der Fami­li­en­ana­mne­se und für mütter­li­chem Niko­tin­ab­usus in der Schwan­ger­schaft gezeigt werden.

(ak)

Autoren: Jiang X et al.
Korrespondenz: X Jiang; xuejuanj@usc.edu
Studie: Prevalence, Characteristics, and Risk Factors of Moderate or High Hyperopia among Multiethnic Children 6 to 72 Months of Age: A Pooled Analysis of Individual Participant Data
Quelle: Ophthalmology 2019 Jul;126(7):989–999.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ophtha.2019.02.021

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